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Chronik der Musikschule Kiel im Überblick

Vorgeschichte

1934 wurde das von Richard Glas geleitete Schleswig-Holsteinische Landeskonservatorium aufgelöst. Die 1936 gegründete „Nordmarkschule für Musik, Bewegung und Sprecherziehung” (Friedrich Wührer, Ernst Träger, Carl Seemann, Lothar Ridderhoff, Hede Weimann) stellte 1944 nach der Zerstörung des Unterrichtsgebäudes ebenfalls den Unterricht ein.

1962 Beschluss des Kuratoriums der VHS, die Gründung einer Jugendmusikschule vorzubereiten und der Stadt dafür die Einstellung eines hauptberuflichen Mitarbeiters vorzuschlagen.

1963 Stadtschulrat Dr. Hoffmann, VHSLeiter Carl Schmarbeck und Irmgard Reschke mit einem Instrumentalkreis stellen in einer Rundfunksendung die geplanten „Jugendmusikkurse” an der VHS vor. Reinhard Göltl als „Dozent für Musische Bildung” wird mit der Aufgabe des Aufbaues einer Musikschule an der Volkshochschule der Stadt beauftragt.

1965 Kleine Statistik: 500 Schüler, 233,5 Wochen-Unterrichtsstunden.

1969 Umzug der VHS vom Rantzaubau in die ehemalige Landwirtschaftsschule am Rondeel. Reinhard Göltl verlässt die VHS Kiel und geht als stellvertretender Musikschulleiter nach Remscheid.

1970 Dr. Rolf Pröpper, stellvertretender VHS-Leiter und Musikwissenschaftler, übernimmt  kommissarisch die Leitung der Abteilung „Musikschule”.

1973 Gründung des „Fördervereins zur Errichtung einer Selbständigen Musikschule Kiel e. V.”

1974 Die CDU-Ratsfraktion legt den Antrag auf Einrichtung einer selbständigen kommunalen Musikschule vor, der von der Ratsversammlung abgelehnt wird.

1977 Die Satzung der VHS schreibt die Musikschule in § 2 als „Fachbereich Musik (Musikschule)” fest; sie steht somit Jugendlichen als auch Erwachsenen zur Verfügung.

1978 Fritz Bauer übernimmt die Leitung des Fachbereiches Musik (Musikschule).

1979 Das Sinfonieorchester der Musikschule umrahmt den Festakt der Landesregierung „30 Jahre Grundgesetz”.

1985 Mitwirkung an der Kieler Woche durch ein Klavierkonzert zur Eröffnung und Beteiligung am Internationalen Kammerorchesterwettbewerb der Musikschulen der Ostseeanrainerstaaten.

1988 25-jähriges Jubiläum der Musikschule. Umzug vom Gebäude am Rondeel in die Gebäude „Muhliusstraße”, „Gerhardstraße” und „Waisenhof”.

1991 Verabschiedung des Fachbereichsleiters Musik (Musikschule) Fritz Bauer in den Ruhestand. Übertragung der kommissarischen Leitung an Werner Storz.

1993 Werner Storz wird offiziell zum neuen Leiter ernannt.

1994 Umbenennung des Fachbereiches Musik (Musikschule) in „vhs-Musikschule
der Landeshauptstadt Kiel” mit eigenem Logo. Beginn des Aufbaus einer Abteilung
„Popularmusik”.

1995 Einführung der Hauptfächer „Keyboard” und „Musikgarten” für Kleinkinder. Premiere der neuen Konzertserie „Musikgala – Musical & More” im Kieler Schloss mit Sponsorpartner LBS (Landesbausparkasse Schleswig Holstein). Die Gala findet künftig im zweijährigen Turnus statt.

1996 Premiere der neuen Konzertserie „Kinder musizieren für Kinder“ mit Sinfonieorchester und Tanzgruppe.

1997 Einrichtung eines Schlagzeug-/Percussionzentrums in der Fröbelschule.

Die neuere Entwicklung der Musikschule seit 2000

2003 40-jähriges Jubiläum der „Städtischen Musikschule Kiel” mit zahlreichen Aktivitäten. Die vhs-Musikschule gliedert sich in zwei Hauptabteilungen: „Allgemeine Musikschule und „Pop-Musikschule” mit gleichwertigen Haupt- und Nebenfächerangeboten.

2003 Im April: Erste Überlegungen über eine Nutzung der unter Denkmalschutz stehenden „Seibelschen Margarinefabrik“ als Musikschulgebäude.
2003 11. Dezember: Einstimmiger Beschluss der Ratsversammlung über den Umzug.
Geplanter Einzugstermin in das neue Musikschuldomizil Sommer / Herbst 2004.

2004 Herbst: Die Planungen des Sanierungsprojektes „Seibelsche Margarinefabrik“ als Musikschulgebäude werden wegen ungeklärter Finanzierungsfragen eingestellt.

2005 Februar: Mit 28 ersten, acht zweiten und sechs dritten Preisträgerinnen und Preisträgern stellt die Musikschule Kiel beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ die meisten Preise innerhalb der gesamten Region Kiel und deren umliegenden Kreise.

2005 März: Wiederaufnahme des Projekts Musikschule in der „Seibelschen Margarinefabrik“. Zielsetzung: Umzug der Musikschule. Grundlage bleibt das von Werner Storz und Architekt Ulrich Steuber bereits entwickelte Planungsgrundkonzept. Geplanter Einzugstermin: Sommerferien 2006.

2005 Dezember: Das neue „Amt für Kultur und Weiterbildung“ der Landeshauptstadt Kiel wird eingerichtet. Die Musikschule ist ab sofort nicht mehr Teil der Volkshochschule, sondern wird nach rund 42 Jahren das eigenständige Institut „Musikschule der Landeshauptstadt Kiel“.

2006 Oktober: Einzug der Musikschule in die ehemalige „Seibelsche Margarinefabrik“. Am 21.10. Eröffnung des neuen Musikschulgebäudes am Schwedendamm 8 mit der offiziellen Schlüsselübergabe durch Bauherr W.-D. Klinck und Architekt U. Steuber an den  Kulturdezernenten Gert Meyer und „Hausherrn“ Werner Storz im Rahmen einer Feierstunde.

2006 November: Die „Musikgala – Musical & More“ ist mit vier Konzerten im Kieler Schloss
und über 5.000 Besuchern ausverkauft.

2006 Die Musikschule weist im Wettbewerb „Jugend musiziert“ einen beachtlichen Preisträgerrekord vor: 52 Regional-, 22 Landes- und sieben Bundespreisträgerinnen und -preisträger.

2007 7. / 8. Juli: Offizielle Eröffnung des neuen Musikschulgebäudes durch die Landeshauptstadt Kiel und das Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein im Rahmen
eines Festkonzertes im neuen Konzertsaal der Musikschule. „Tag der offenen Tür – Kinder musizieren für Kinder“ für die Kieler Bevölkerung.

2007 12. bis 16. November: Die Musikschule beteiligt sich an der Grundschulkulturwoche der Landeshauptstadt Kiel. Kieler Grundschüler erleben die Musikschule und eine Vielzahl von Musikinstrumenten im Rahmen einer „Klangreise“. Die Reihe wird in den Folgejahren fortgesetzt.

2008 Vervollständigung der fachgerechten Ausstattung und Professionalisierung der Fachräume durch ergänzende Akustikspezialvorrichtungen.

2008 19./20. Januar: Zum ersten Mal ist der Musikschulstandort am Schwedendamm auch Austragungsort für den Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“.

2008 März: Der bisherige langjährige Leiter des Sinfonieorchesters der Musikschule Kiel, Jan Lensky, verlässt die Musikschule aus Altersgründen. Neuer Orchesterchef wird Hartwig Todt.

2008 Sommer/Herbst: Kooperation der Musikschule mit dem Kieler Projekt für neue Musik „Chiffren“. Die Musikschule ist der Veranstaltungsort für „Composers in Residence“.

2010 Mehrere Kooperationen mit allgemeinbildenden Schulen und Kindergärten sowie eine ideelle Partnerschaft mit der Kieler Initiative gegen Kinderarmut inka e.V.

2012  Mit der 11. Gala „Musical & More“  verabschiedet sich Werner Storz vom Kieler Publikum. Wie die Produktionen der vergangenen Jahre löst auch diese  Veranstaltung ein herausragendes Echo bei Publikum und Medien aus. Ab März des kommenden Jahres
tritt Werner Storz in den Ruhestand und beendet damit auch seine Tätigkeit als Leiter  der Musikschule Kiel.

2013  Januar: Die Musikschule erhält mit Altenholz einen zusätzlichen Standort für ihre Unterrichtsangebote.

2013  März: Rainer Engelmann, Bassist und Pädagoge aus Berlin tritt die Nachfolge von Werner Storz als Musikschulleiter an. Er bringt mehrere zusätzliche Kooperationen mit
allgemeinbildenden Schulen auf den Weg, und schafft diverse Neuerungen für den Musikschulbetrieb.

2013 November: Die Musikschule feiert  an vier Wochenenden mit Konzertveranstaltungen und dem „Tag der offenen Tür - Kinder musizieren für Kinder“  ihr 50-jähriges Bestehen.