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Porträt Oberbürgermeister Dr. Emil Lueken

Porträt Oberbürgermeister Emil Lueken

Gemalt von Willi Langbein
1951

Öl auf Hartfaser
76,5 x 99,5 cm 

 

Das Porträt hängt
in der Galerie vor dem
Ratssaal des Rathauses 

 

Der Porträtierte

Oberbürgermeister Dr. Emil Lueken
Amtszeit 1920 - 1933 
Biografie 

Der Künstler

Willi Langbein, geb. 2. Oktober 1895 in Berlin, gest. 8. Februar 1967 in Kiel

Besuch der Bürgerschule in Berlin. Als 16jähriger auf Grund seiner Begabung ohne Schulabschluss in die renommierte Königliche Kunstgewerbeschule aufgenommen. Unterricht u. a. bei Emil Orlik und Max Kutschmann, zu dem Langbein ein enges künstlerisches Verhältnis entwickelte. Ab 1914 freischaffender Künstler. Sein Interesse war die Landschaftsmalerei.

Ab 1916 Kriegsdienst in Polen und Flandern. Nach dem Krieg Reisen ins mittelrheinische Gebiet, nach Gastein/Österreich und nach Pommern und Schleswig-Holstein mit seinem Freund, den Maler Erich Kliefert.

1925 Heirat mit der 16 Jahre älteren Malerin Hulda Voigt, Übersiedlung nach Schleswig-Holstein und künstlerischer Neuanfang. 1935 Hauskauf in Kiel-Elmschenhagen, Bau eines vom Architekten Prinz entworfenen Ateliers, erste Beteiligungen an Ausstellungen, Auftragsarbeiten für die Marine.

Langbeins naturalistischer, im 19. Jahrhundert wurzelnder Stil war für die Nationalsozialisten akzeptabel; er sah jedoch die NS-Zeit als Einengung seiner künstlerischen Freiheit an. Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges eingezogen, zunächst zur Marine in Kiel (dort Freundschaft mit dem Maler Kapitänleutnant Heinrich Basedow), ab 1942 als Maler in der so genannten Wehrbetreuung.

Nach dem Krieg nahm er seine Malerei wieder auf. 1946 erste, erfolgreiche Nachkriegsausstellung in der Kieler Galerie Bohrer. Auch mehrfach Auftragsarbeiten in Kirchen. 1954 starb seine Frau Hulda, im selben Jahr heiratete er Hildegard Peper.

Weiterführende Literatur

Literatur zu Oberbürgermeister Dr. Lueken ist dem Link 'Biografie' (vgl. oben) angefügt.

Literatur zu Willi Langbein:

  • Feddersen, Berend Harke: Schleswig-Holsteinisches Künstler-Lexikon (Niebüll 2005)
  • Manitz, Bärbel: Willi Langbein. Das malerische Werk (Heide 1995)
  • Rothert, Hans-F.: Kieler Lebensläufe aus sechs Jahrhunderten (Neumünster 2006, S. 199-200)
  • Tillmann, Doris / Rosenplänter, Johannes (Hrsg.): Kiel-Lexikon (Neumünster 2011)