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Porträt Oberbürgermeister Günther Bantzer

Porträt Oberbürgermeister Günther Bantzer

Gemalt von
Harald Duwe
1976

Öl auf Leinwand
82 x 110 cm 

 

Das Porträt hängt
in der Galerie vor dem
Ratssaal des Rathauses 

 

Der Porträtierte

Günther Bantzer
Amtszeit 1965 - 1980 

1921 in Dresden geboren, war Bantzer 15 Jahre lang Kiels Oberbürgermeister.

Während seiner Amtszeit konnte er die Ausrichtung der Olympischen Segelwettbewerbe 1972 nach Kiel holen und gehörte dem Organisationskomitee der Regatten an. Die Olympiade gab Kiel einen großen Schub für die Stadtentwicklung und für die Anbindung an das überregionale Verkehrsnetz. Die Ausrichtung der Wettbewerbe begründete Kiels internationalen Ruf als führende Segelstadt. Auch darüber hinaus setzte sich Bantzer intensiv für eine Stärkung der Kieler Woche ein, etwa durch die Schaffung der Spiellinie und durch internationale Kongresse.

Als Oberbürgermeister vertiefte er Kiels Beziehungen zu anderen Ostseestädten. In seiner Amtszeit wurden die Grundlagen für die später geschlossenen Städtepartnerschaften mit Tallinn (Estland) und Gdynia (Polen) gelegt.

Von 1968 bis 1980 war Bantzer zudem Mitglied im Präsidium des Deutschen Städtetages, dessen Präsident er von 1979 bis 1980 war. Außerdem war er von 1969 bis 1980 Präsident des Deutschen Bibliotheksverbandes und von 1970 bis 1995 Präsident der Stiftung Hilfswerk Berlin. Als langjähriger Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Fernsehlotterie GmbH „Ein Platz an der Sonne" erreichte er, dass Kiel 1979/80 zur Partnerstadt der Lotterie wurde.

Kurz vor Ablauf seiner Amtszeit wurde Günther Bantzer 1980 das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Weitere Ehrungen folgten. Unter anderem erhielt er die Ehrenbürgerschaft der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, wurde mit der Andreas-Gayk-Medaille der Landeshauptstadt Kiel und der Ernst-Reuter-Plakette der Stadt Berlin ausgezeichnet. Mit der Verleihung des Kieler Prunksiegels 2008 würdigte die Landeshauptstadt sein langjähriges Engagement als stellvertretender Vorsitzender der Kieler Bürgerstiftung.

Günther Bantzer lebt in Kiel.

(Nach Informationen des städtischen Amtes für Kommunikation)

Der Künstler

Harald Duwe, geb. 28.01.1926 Hamburg, gest. 15.06.1984 Tremsbüttel in Folge eines Verkehrsunfalls.

Lehre als Lithograph, 1943-1945 Kriegsdienst, 1946-1950 Studium an der Staatlichen Hochschule für Bildende Kunst in Hamburg bei Willem Grimm und an der Kunstakademie Stockholm.

1951 Heirat mit der Malerin Heilwig Ploog, drei Kinder, die alle ebenfalls die Kunst als Beruf wählen.

Seit 1954 freischaffender Künstler, zunächst mit geringem Erfolg. 1964-1977 Lehrer für räumliches Darstellen an der Ingenieurschule für Fahrzeugtechnik in Hamburg.

1965 erste Einzelausstellung  in Marburg, 1966 Stipendium des Landes Schleswig-Holstein für die Cité des Arts, Paris.

1969 Beteiligung am Bundestagswahlkampf für die SPD.

Ab 1975 Dozent, 1977 Professor für Malerei an der Fachhochschule Kiel, Fachbereich Gestaltung (ehem. Muthesius-Schule).

1970 Edwin-Scharff-Preis der Stadt Hamburg, 1981 Kulturpreis der Landeshauptstadt Kiel.

"Als Maler bin ich Realist. Mein Hauptinteresse gilt dem Menschen. Dem Einzelnen oder dem in der Gesellschaft Handelnden." H.D., 1982.

Weiterführende Literatur

Literatur zu Harald Duwe:

  • Feddersen, Berend Harke: Schleswig-Holsteinisches Künstler-Lexikon. Niebüll 2005
  • Jensen, Jens Christian: Harald Duwe 1926-1984. Werkverzeichnis der Gemälde und Ölstudien. München 1987
  • Rothert, Hans-F.: Kieler Lebensläufe aus sechs Jahrhunderten (Neumünster 2006, S. 71-74)
  • Tillmann, Doris / Rosenplänter, Johannes (Hrsg.): Kiel-Lexikon. Neumünster 2011
  • Im Internet: http://www.harald-duwe.de (Stand 20.08.2012)
  • Weitere Informationen und Literaturhinweise auf Wikipedia (Stand 20.08.2012).