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Zuschussfähige Miete oder Belastung

Um für Ihren Fall den zuschussfähigen Betrag festzustellen, sollten Sie wissen, was unter Miete zu verstehen ist oder was zur Belastung gehört, was nicht berücksichtigt werden darf und wie hoch der Betrag für Heizkosten ist.

  • Miete ist das vereinbarte Entgelt für die Gebrauchsüberlassung von Wohnraum auf Grund von Mietverträgen, Untermietverträgen oder ähnlichen Nutzungsverhältnissen.
  • Unter Belastung bei Eigentümern von Eigenheimen, Eigentumswohnungen und anderen Eigentumsformen versteht man die Aufwendungen für den Kapitaldienst und die Bewirtschaftung des Eigentums. Sie ist in einer besonderen Wohngeld-Lastenberechnung durch die Wohngeldbehörde zu ermitteln. 

Was gehört zur Miete?

Die zuschussfähige Miete beziehungsweise Belastung setzt sich zusammen aus der Summe der nach den wohngeldrechtlichen Vorschriften ermittelten Miete beziehungsweise Belastungen.

Zur Miete gehören auch: 

  • Kosten des Frischwasserverbrauchs
  • Kosten der Abwasserbeseitigung
  • Kosten des Breitbandkabels


Diese Kosten können der Miete auch dann zugerechnet werden, wenn sie auf Grund des Mietvertrages oder einer ähnlichen Nutzungsvereinbarung nicht an den Vermieter, sondern direkt an einen Dritten (zum Beispiel Stadtwerke) gezahlt werden.

 
Zur Miete gehören nicht:

  • Kosten des Betriebs zentraler Heizungs- und Warmwasserversorgungsanlagen sowie die vergleichbaren Kosten für die gewerbliche Lieferung von Wärme, insbesondere in der Form der so genannten Fernwärme,  
  • Vergütungen für die Überlassung einer Garage oder eines Stellplatzes,  
  • die anteilige Miete für Wohnraum, der ausschließlich gewerblich oder beruflich genutzt wird,
  • die anteilige Miete für Wohnraum, der ausschließlich einer Person, die kein Haushaltsmitglied ist, entgeltlich (zum Beispiel bei Untervermietung) oder unentgeltlich zum Gebrauch überlassen wird. Übersteigt das Entgelt für die Gebrauchsüberlassung die auf den Wohnraum anteilig entfallende Miete, wird es in voller Höhe von der Miete abgezogen,
  • die Leistungen aus öffentlichen Haushalten zur Bezahlung der Miete,
  • Strom und Gas. 

 
Miete bei Heimen

Für Bewohnerinnen und Bewohner eines Heimes im Sinne des Heimgesetzes ist als Miete der zuschussfähige Höchstbetrag nach dem Wohngeldgesetz zu Grunde zu legen.

 
Mietwert bei einer Wohnung im eigenen Mehrfamilienhaus

Für eine selbst genutzte Wohnung im eigenen Mehrfamilienhaus mit mehr als zwei Wohnungen ist anstelle der Miete der Mietwert des Wohnraums zu Grunde zu legen. Das ist jener Betrag, welcher der Miete für vergleichbaren Wohnraum entspricht. Ist ein solcher Vergleich nicht möglich, muss der Mietwert geschätzt werden.

Was gehört zur Belastung?

  • Ausgaben für den Kapitaldienst (Zinsen, Tilgungen usw.) für solche Fremdmittel, die dem Bau, der Verbesserung oder dem Erwerb des Eigentums gedient haben,
  • Instandhaltungskosten- und Betriebskosten in einer bestimmten Höhe,
  • Grundsteuer,
  • zu entrichtende Verwaltungssteuer

 
Nicht berücksichtigt werden dagegen:

  • die anteiligen Aufwendungen für Wohnraum, der ausschließlich gewerblich genutzt wird,
  • die anteiligen Aufwendungen für Wohnraum, der ausschließlich einer Person, die kein Haushaltsmitglied ist, entgeltlich (zum Beispiel bei Untervermietung) oder unentgeltlich zum Gebrauch überlassen wird. Übersteigt das Entgelt für die Gebrauchsüberlassung die auf den Wohnraum anteilig entfallende Belastung, wird es in voller Höhe von der Belastung abgezogen,
  • Leistungen aus öffentlichen Haushalten, zum Beispiel Leistungen zur Wohnkostenentlastung nach dem Wohnraumförderungsgesetz.

Anteilige Berücksichtigung von Miete und Belastung

Wenn mindestens ein Haushaltsmitglied vom Wohngeld ausgeschlossen ist:

Wird die Wohnung sowohl von zu berücksichtigenden als auch vom Wohngeld ausgeschlossenen Haushaltsmitgliedern bewohnt, wird nur der Anteil an der Miete oder der Belastung berücksichtigt, der nach Köpfen dem Anteil der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder an der Gesamtzahl der Haushaltsmitglieder entspricht.