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Schulsozialarbeit

Infos für Eltern

Hand auf der Schulter einer Jugendlichen
 
 

Als Eltern wollen Sie immer das Beste für Ihr Kind und möchten es bei Konflikten in der Schule unterstützen. Wir erklären Ihnen, welche Möglichkeiten es gibt.

Es gibt Probleme in Ihrer Familie und Sie brauchen Rat? Wir helfen Ihnen weiter.

Was ist Schulsozialarbeit?

Schulsozialarbeit ist ein eigenständiges Angebot der Jugendhilfe am Ort Schule. Sie ist in erster Linie dafür da, Schülerinnen und Schüler - und wenn es gewünscht ist, auch deren Familien - in bestimmten Lebenssituationen zu unterstützen und zu beraten. Es muss sich hierbei nicht zwingend um schulische Fragen handeln. 

Im Vordergrund steht die Schülerin oder der Schüler. 
Wenn es hilfreich ist und die Schülerin oder der Schüler damit einverstanden ist, werden wichtige Personen, wie Eltern, Personensorgeberechtigte oder andere Bezugspersonen, Lehrkräfte oder die Schulleitung hinzugezogen.

Wichtig: Die Schulsozialarbeit unterliegt der gesetzlichen Schweigepflicht.
Die Weitergabe von Informationen an Dritte erfolgt nur, wenn die Beteiligten dies ausdrücklich erlauben.
Die einzige Ausnahme ist eine durch Fachkräfte festgestellte Gefährdung des Kindeswohls.

Die Schulsozialarbeit arbeitet an diversen Stellen eng mit der Schule zusammen. Sie berät zum Beispiel Lehrkräfte oder arbeitet mit an Projekten zu Themen wie Gewalt, Mobbing, Klassengemeinschaft, Liebe und Sexualität usw.

Sie wünschen sich Unterstützung im Gespräch mit der Schule

Nicht immer sind Eltern oder Personensorgeberechtigte und die Schule sich einig - besonders, wenn Konflikte auftreten. Manchmal wird der direkte Kontakt zur Schule deshalb abgebrochen oder findet gar nicht erst statt.

Die Schulsozialarbeit unterstützt Sie dabei

  • zu klären, was Ihr Anliegen ist und wie Sie es formulieren
  • die nächsten Schritte zu planen.

Wenn Sie es wünschen, nimmt die Schulsozialarbeiterin oder der Schulsozialarbeiter als neutrale Person an einem Gespräch mit Lehrkräften oder auch der Schulleitung teil.

Sie haben Fragen zum Verhalten Ihres Kindes

Viele Eltern oder Personensorgeberechtigte kennen die Situation: Sie beobachten an Ihrem Kind Verhaltensänderungen und können sie nicht einordnen.

Nicht immer lässt sich alles nur auf Veränderungen etwa durch die Pubertät zurückführen. Deshalb ist es auch wichtig zu hinterfragen, was noch der Auslöser sein kann, zum Beispiel bei auflehnendem Verhalten, Ängsten, bei Suchtverhalten, Verschlossenheit oder anderem.

Die Schulsozialarbeit unterstützt Sie dabei

  • herauszufinden, was die Ursachen für Veränderungen bei Ihrem Kind sind
  • Möglichkeiten zu finden, wie Sie Ihrem Kind helfen können.


Sie vermittelt und begleitet Sie bei Bedarf zu Hilfsangeboten, die Sie weiterbringen.

Sie möchten, dass sich Ihr Kind in der Schule wieder wohlfühlt

Manchmal ist die Schule nicht der Ort, an dem die einzelne Schülerin oder der Schüler sich wohlfühlt. Das kann unter anderem zu Rückzug und Leistungsverweigerung führen.

Gründe kann es viele geben, zum Beispiel die Befürchtung, den Leistungsanforderungen nicht gerecht zu werden, oder das Gefühl, von den Mitschülerinnen und Mitschülerinnen nicht gemocht zu werden.

Wichtig aber ist, dass Ihr Kind den Kopf frei hat, Freude am Lernen entwickelt, sich persönlich entfalten kann und sich in die Gemeinschaft integriert fühlt.

Auftretende Probleme sollten daher angesprochen werden, möglichst bevor sie sich verfestigen.

Die Schulsozialarbeit kann Ihrem Kind helfen, indem

  • sie zusammen mit Ihrem Kind Lösungswege erarbeitet
  • gemeinsame Gespräche mit Mitschülerinnen, Mitschülern oder Lehrkräften führt
  • Ihr Kind darin unterstützt, eigene Bedürfnisse wahrzunehmen und angemessen durchzusetzen
  • andere Personen und Institutionen zur Unterstützung heranzieht und einbindet.