Nordfriedhof – Marine- und Kriegsgedenkstätten

S.M.S. "Blücher"

Das Denkmal befindet sich auf Feld Z.

Die Gedenkstätte für S.M.S Blücher
Die Gedenkstätte für S.M.S Blücher

Wenn man den Nordfriedhof durch den Haupteingang betritt, erkennt man schon aus der Ferne das Denkmal, das den Toten der „Blücher“ gedenkt. In mehr als Lebensgröße wird auf dem hohen efeuumrankten Sandstein ein Engel, der einen Seemann ins Jenseits begleitet, dargestellt. Unter dem Bildnis steht:

„Z[UM] GEDAECHTNIS D[ER] HELDEN SMS BLUECHER DOGGERBANK 24.1.1915 SEI GETREU BIS IN DEN TOD SO WILL ICH DIR DIE KRONE DES LEBENS GEBEN OFFENBAR[UNG] 2,10“

Die „Blücher“ wurde in einer Zeit entworfen, als sich Deutschland und England im Rüstungswettlauf befanden. Nachdem bekannt wurde, dass England ein neuartiges Schiff baut, vermutete man, dass es sich um einen neuen Panzerkreuzer handelt und konstruierte darauf als Antwort die „Blücher“.

Bereits in der Bauphase stellte man aber fest, dass dieses Schiff zu klein, zu langsam und nicht ausreichend bewaffnet war, um sich gegen die neue britische Schiffsklasse zu behaupten. Da der Schiffsbau schon zu weit fortgeschritten war, entschied man sich, die „Blücher“ als Notlösung fertigzustellen.

Aus diesem Grund sollte das Schiff lediglich für den Schul- und Versuchsdienst eingesetzt werden. Aufgrund eines Mangels an Schlachtkreuzern und Querelen in der Flottenführung entschloss man sich, das Schiff bis auf weiteres an Manövern der Hochseeflotte teilnehmen zu lassen.

Die S.M.S Blücher
Die S.M.S Blücher

Am Morgen des 24. Januar 1915 geriet die „Blücher“ in der Schlacht auf der Doggerbank als letztes Schiff der Linie unter starken Beschuss der britischen Flotte und sank vor der niederländischen Küste.

260 Besatzungsmitglieder konnten von einem gegnerischen Zerstörer gerettet werden. Es wären wahrscheinlich mehr gewesen, wenn nicht ein deutscher Flieger den britischen Zerstörer während der Rettungsaktion beschossen hätte. 792 Männer verloren ihr Leben. 

 
Lageplan "Marine- und Kriegsgedenkstätten"