Nordfriedhof – Marine- und Kriegsgedenkstätten

Schlachtschiff "Gneisenau"

Die Gräber befinden sich auf Feld VI1.

Grabstätte der Besatzungsmitglieder des Schlachtschiffes Gneisenau
Grabstätte der Besatzungsmitglieder
des Schlachtschiffes Gneisenau

Auf der Kriegsgräber-Gedenkstätte zwischen Hochkreuz und dem Denkmal für die Gefallenen der Kaiserlichen Marine stehen zwischen Hunderten von Kissensteinen drei Stelen für die Schlachtschiffe "Gneisenau“, "Scharnhorst“ sowie für den Kreuzer "Lützow“.

Das Schwesternschiff der "Scharnhorst“ lief am 8. Dezember 1936 in den Deutschen Werken Kiel vom Stapel und wurde am 21. Mai 1938 in Dienst gestellt.

Die "Gneisenau", der es zuvor gelungen war, zusammen mit "Scharnhorst“ und "Prinz Eugen“ von Brest aus den Ärmelkanal in die Nordsee zu durchbrechen, war auf eine Treibmine gelaufen und lag zur Abdichtung des Lecks am 26. Februar 1942 in der Kieler Werft.

In der Nacht vom 26. auf den 27.Februar 1942 griffen sechs britische Kampfflugzeuge Kiel an.

Das Schlachtschiff Gneisenau
Das Schlachtschiff Gneisenau

Gegen 23 Uhr traf eine britische 500-Kilo-Sprengbombe das Vorschiff des Schlachtschiffes. Sie traf einen Lüftungsschacht, durchschlug zwei Decks und brachte die gesamte Kartuschenmunition zur Explosion, wodurch vorne das Oberdeck aufklappte.

112 Marinesoldaten starben in den Flammen des A-Turmes. Sie wurden gemeinsam auf dem Nordfriedhof bestattet.

Die Gneisenau wurde im April 1942 nach Gotenhafen geschleppt, um dort repariert und umgebaut zu werden. 1943 gab man diesen Plan auf und stellte das Schiff außer Dienst.

 
Lageplan "Marine- und Kriegsgedenkstätten"