Nordfriedhof – Marine- und Kriegsgedenkstätten

Segelschulschiff "Niobe"

Die Gräber befinden sich auf Feld Y, Nr. 183-215.

Die Grab- und Gedenkstätte für die Besatzungsmitglieder der Niobe
Die Grab- und Gedenkstätte für die
Besatzungsmitglieder der Niobe

Umgeben von Kriegsgräbern des Ersten Weltkrieges befindet sich die Gedenkstätte für das Segelschulschiff „Niobe“.

„Nicht klagen - Wieder wagen“ wird auf der Vorderseite gemahnt. Für die Marine, die Bevölkerung und natürlich die Angehörigen war der Untergang ein harter Schicksalsschlag. Trotz wirtschaftlich schwieriger Lage sammelte die deutsche Bevölkerung für die „Volksspende Niobe“ rund eine Million Reichsmark.

Auf der Rückseite befindet sich eine in Stein eingefasst liegende Metalltafel mit den Namen und Geburtstagen der in die Heimat Überführten und in der See Gebliebenen.

Die „Niobe“ wurde 1913 gebaut und fuhr zunächst als "Morten Jensen" unter dänischer, später als „Tyholm“ unter norwegischer Flagge. Im ersten Weltkrieg wurde sie von einem deutschen U-Boot aufgebracht und fuhr daraufhin unter verschiedenen Namen. 1922 kaufte die Reichsmarine das Schiff und baute es zum Segelschulschiff um.

Am 26. Juli 1932 sank die „Niobe“ infolge einer plötzlich aufkommenden Bö vor der Küste Fehmarns. Innerhalb weniger Minuten wurde sie auf die Seite gelegt und unter Wasser gedrückt. 69 der 109 Männer ertranken. Die anderen konnten durch die herbeieilenden Rettungsboote des Feuerschiffs und des Holzdampfers "Theresia L.M. Russ" gerettet werden.

Am 23. August 1932 fand auf dem Nordfriedhof die feierliche Beisetzung von 33 Besatzungsmitgliedern statt. Die Bevölkerung nahm großen Anteil an der Tragödie und verfolgte die Trauerfeier an den Radios.

Heute noch findet jedes Jahr eine feierliche Kranzniederlegung an der Gedenkstätte statt.

 
Lageplan "Marine- und Kriegsgedenkstätten"