Nordfriedhof – Marine- und Kriegsgedenkstätten

S.M.S. "Undine"

Das Grab befindet sich auf Feld N, Nr. 112.

Gemeinschaftsgrab der Besatzungsmitglieder der S.M.S. Undine
Gemeinschaftsgrab der Besatzungs-
mitglieder der S.M.S. Undine

Etwas unscheinbar, hinter dem Gemeinschaftsgrab des Hilfsschiffes "Binz“, befindet sich die letzte Ruhestätte von vier Seeleuten der "Undine“.

Ein schwarzer polierter Stein trägt in goldenen Buchstaben die Namen von vier Männern, die am Nachmittag des 7. November 1915 infolge zweier Torpedotreffer des englischen U-Bootes E 19 ums Leben gekommen sind.

Der am 11. Dezember 1902 in Kiel vom Stapel gelaufene Kleine Kreuzer "Undine“ war das erste Schiff, das die Howaldt-Werft für die Kriegsmarine gebaut hatte.

Nachdem sie am 5. Januar 1904 in Wilhelmshaven in Dienst gestellt wurde, führte man bis zum 23. März 1904 Probefahrten durch, wobei auch der neue Kreiselkompass der Firma Anschütz-Kämpfe erprobt wurde.

Ab 1905 diente "Undine“ als Artillerie-Schulschiff.

Am Abend des 17. November 1905 ereignete sich einen tragischer Unfall, als die "Undine“ bei einer nächtlichen Übung vor der Küste Bülks mit dem Torpedoboot S 126 kollidierte und es in zwei Stücke riss. Dabei starben 32 Besatzungsmitglieder des Torpedobootes. Die "Undine“ überstand das Unglück ohne größeren Schaden.

 
Lageplan "Marine- und Kriegsgedenkstätten"