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Welche Betreuungsformen gibt es?

Die unterschiedlichen Lebenssituationen von Kindern und Jugendlichen erfordern jeweils auf sie abgestimmte Betreuungsformen in den Pflegefamilien.

Mädchen liegt auf einer Wiese
Es geht um die Bedürfnisse der Kinder.
Foto pixelio.de
  

Aus diesem Grund sucht der Kieler Pflegekinderdienst Familien für 

  •  Vollzeitpflege,
  •  Erzieherische Tagespflege,
  •  Bereitschaftspflege.

 
 
 

Ein kurzer Überblick über Betreuungsformen in Pflegefamilien

  • Die Vollzeitpflege
    ist die häufigste Unterbringungsform. Wir suchen hier Pflegefamilien für Kinder, die für längere Zeit oder auf Dauer nicht mehr bei ihren Eltern leben können. In der Pflegefamilie finden sie ein neues soziales Umfeld, in dem sie sich ihrem Alter entsprechend entwickeln können.
     
    Die zeitliche Dauer dieser Pflegeverhältnisse kann sehr unterschiedlich sein. Die Vollzeitpflege kann familienergänzende Funktion haben, eine spätere Rückkehr des Kindes zu seinen Eltern ist dann im sogenannten Hilfeplan vorgesehen. In vielen Fällen haben Vollzeitpflegestellen aber eine familienersetzende Funktion - die Pflegefamilie bleibt in diesen Fällen der dauerhafte Lebensort des Kindes.
     
      
  • Die erzieherische Tagespflege
    ist zu unterscheiden von der üblichen Tagespflege und richtet sich an Eltern und Alleinerziehende, die aus verschiedenen Gründen mit der Betreuung ihres Kindes überfordert sind.
     
    Die Kinder werden in solchen Fällen für eine befristete Zeit täglich für einige Stunden im Haushalt der Pflegepersonen betreut.
     
     
  • Die Bereitschaftspflege
    sieht vor, dass Pflegeeltern bereit sind, Kinder und Jugendliche in akuten Notsituationen, dass können sein: unvorhergesehene Ereignisse, etwa ein Unfall der Eltern, bei einer längeren Krankheit oder einem Kuraufenthalt aber auch Krisen in der Familie, rund um die Uhr bei sich aufzunehmen.

    Die Kinder werden durch das Jugendamt in Obhut genommen und in einer Bereitschaftspflegefamilie untergebracht. Die Kinder bleiben nur wenige Tage oder Wochen bei der Pflegefamilie bis die weitere Perspektive für ihren Lebensmittelpunkt geklärt ist
     
    Grundsätzlich sollte die Inobhutnahme nicht länger als sechs Monate dauern. Von den Pflegeeltern verlangt das wiederholte Einlassen auf neue Kinder sehr viel Geduld und ein hohes Maß an Flexibilität. Und wir erwarten von den Pflegeeltern eine hohe Bereitschaft, die Rückführung der Kinder zu ihren Eltern zu unterstützen.
      
    Für die Bereitschaftspflege sollten die Pflegeeltern viel Erfahrung und eine Portion Risikobereitschaft und Abenteuerlust mitbringen. Wir begleiten und unterstützen die Pflegefamilien dabei besonders intensiv. 
     

Im Unterschied dazu

Erziehungsfamilien 
sind im Gegensatz zu Pflegefamilien (sonstige) Unterbringungen nach § 34 SGB VIII und damit eine Variante der Heimerziehung. In der Erziehungsfamilie wird die Betreuung und Versorgung von pädagogischen Fachkräften geleistet.

Die Aufnahme eine Pflegekindes ist nicht zu verwechseln mit einer Adoption!
Die elterliche Sorge gegenüber einem Pflegekind behalten in der Regel die Herkunftseltern oder sie wird durch einen Vormund oder Pfleger wahrgenommen.
Weitere Informationen zum Thema Adoption finden Sie hier.