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Presse

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Pressespiegel

Kieler Nachrichten, 26.05.2014
Ein Fest für Fairness, Respekt und Wir-Gefühl
Ingrid Haese

[…] Auf dem Gelände der Gemeinschaftsschule im Steenbarg und den angrenzenden Anlagen der SV Friedrichsort feierten am Sonnabend Kinder, Jugendliche und Erwachsene gemeinsam ein Sport- und Stadtteilfest. Die Besucher belohnten die Shows mit Beifall, beteiligten sich an Spielen, stiegen ins Training ein oder sahen den Akteuren zu. […] Aus der Taufe gehoben haben das Fest die SV Friedrichsort und der Landessportverband. Vor sechs Monaten begann das Organisationskomitee mit den Vorbereitungen, kontaktierte Vereine, Verbände, Institutionen, Kitas und soziale Einrichtungen, Unterstützung seitens der Stadt kam über den Lokalen Aktionsplan Kiel Nord.[…] Beim Eingang zur Festmeile auf dem Vereinsgelände empfing der Friedrichsorter Spielmannszug die Besucher mit einem Konzert. Gegenüber standen Kinder an, um bei der Freiwilligen Feuerwehr Schilksee den Wasserschlauch beim Spiel  „Gebäudebrand löschen" zum Einsatz zu bringen. […]  
 

Kieler Nachrichten, 22.11.2013
Ein lebendiger Dialog zwischen Generationen
- Senioren und Schüler gestalten Theateraufführung

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[...] "Schau doch mal rein" heißt ein generationsübergreifendes Projekt, an dem die Viertklässler der Grundschule Schilksee und Senioren über Wochen gearbeitet haben. Das Ergebnis ist eine Bühnen- und Filmperformance zum Thema "Jung und Alt". [...] Nach kurzem Zögern waren die Senioren bereit, bei dem Theaterworkshop, der im Rahmen des Bundesprogramms "Toleranz fördern - Kompetenz stärken" über den "Lokalen Aktionsplan Kiel-Nord" mit über 5000 Euro gefördert wird, mitzumachen. In den vergangenen [...] Wochen arbeiteten die Gruppenmitglieder intensiv zusammen, traten in einen Dialog ein, erzählten von Erlebnissen aus der Vergangenheit, eroberten die Bühen für sich.
 

Kieler Nachrichten, 28.09.2013
Projektpräsentation im Migrantenforum

[...] Gleich nach der Interkulturellen Woche trifft sich das Kieler Forum für Migrantinnen und Migranten zur öffentlichen Sitzung [...] im Sitzungssaal Rotunde [...]. Dabei wird das Motto der Interkulturellen Woche "Eine Stadt für alle - Kiel ohne Rassismus" vom Forum aufgegriffen. [...] Außerdem erläutert Verena Stauber aus dem Amt für Kultur und Weiterbildung Projekte und Aktionen der Stadt im Rahmen von "Kiel in Aktion" und dem lokalen Aktionsplan Kiel-Nord [...].


Kieler Nachrichten, 16.09.2013
Essen verbindet die Nationen
- 250 Menschen aus 36 Ländern trafen sich am Falckensteiner Strand zum multikulturellen Picknick
Karina Dreyer

[...] Ein halbes Jahr hat die Künstlerin gebraucht, um das ungewöhnliche Picknick zu organisieren und persönlichen Kontakt zu den Migrations- und Auslandsvereinen in Kiel aufzunehmen. [...] Das Projekt hat einen performativen Charakter: Die Gäste saßen in einem mosaikförmig ausgelegten Kreis aus Picknickdecken. "Auch die Elemente waren eine große Herausforderung, so wie die Ungewissheit, die ja in der Natur des Fremden liegt", so die Künstlerin. Lange habe sie in Berlin gelebt und dort die Vielfalt der Nationen genossen. "In Kiel sieht man nicht so viel davon", empfindet sie. Um das zu ändern, organisierte sie das Projekt gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus, gefördert aus dem Bundesprogramm "Toleranz fördern - Kompetenz stärken" und des Lokalen Aktionsplans Kiel-Nord. [...] Jeder Gast brachte eine landestypische Speise mit, die untereinander geteilt wurden. So werde Fremdes vertrauter, "über den Nahrungsaustausch vermittelt sich Gastfreundschaft und Offenheit zwischen den Nationen", so die Initiatorin. [...]


Gegenwind, September 2013
"Ich bin... Du bist..."
- Eine Ausstellung zum Umgang miteinander

Ein Projekt zur Empathieförderung im Kesselhaus des Anscharparkgeländes: Empathie befähigt den Menschen die Emotionen, Gedanken oder Absichten eines anderen zu erkennen. [...] Mit der Konzeption des Kinderausstellungsprojekts "Ich bin... Du bist..." hat sich das Kieler Kinderkulturbüro die Förderung dieser Empathiefähigkeit zum Ziel gesetzt. [...] Gefördert wird das Ausstellungsprojekt durch den Lokalen Aktionsplan Kiel-Nord im Rahmen des Bundesprogrammes "Toleranz fördern - Kompetenz stärken". [...] Das Angebot für Schülerinnen und Schüler der Klassen 4 bis 6 versteht sich als philosophisches Projekt und dient der Bewusstseinsbildung. Es will grundsätzlich dazu anregen sich im Erkennen, Benennen, Verstehen und Nutzen von eigenen Gefühlen und den Gefühlen anderer zu üben. [...]


Kieler Nachrichten, 19.08.2013
Sonne, Vibes und Frieden gegen Nazis
Thorben Bull

[...] Am Sonnabend herrschten ideale Bedingungen für das vom Anstatt e.V. ausgerichtete 2. "Festival am kleinen Strand" am Friedrichsorter Skagerrakufer. Die vom lokalen Aktionsplan Kiel unterstützte Veranstaltung lässt die Herzen aller Besucher höher schlagen. Beim Rundendrehen über das kleine aber feine, mit Bäumen gesäumte und unmittelbar am Wasser gelegene Festivalgelände fällt vor allem das bunt gemischte Publikum auf. Nicht nur Tanzwütige sind gekommen, auch ganze Familien, die in friedlicher Atmosphäre auch ihre Jüngsten sich sorglos unter das Volk mischen lassen und den Tag genießen. [...] "Es freut uns, gerade hier am Skagerrakufer das Festival veranstalten zu können, da dieser Ort einst als Treffpunkt für Nazis galt", berichtet Wiltrud. Ob der Besucherrekord von rund 2500 Zuschauern aus dem Vorjahr übertroffen werden konnte lässt sich schwer abschätzen. Das Gelände ist jedenfalls vom Anfang bis Ende konstant gut besucht ohne überbevölkert zu sein. [...]


Kieler Express, 17.08.2013
Kinder erstellen ihren eigenen Film

[...] Das Kieler Kinderkulturbüro hat noch freie Plätze für einen Trickfilmworkshop am Wochenende [...]. Die Ergebnisse werden bei der Museumsnacht am 30. August im Rahmen der Kinderausstellung "Ich bin, Du bist... Eine Ausstellung zum Umgang miteinander" im Anscharpark Kiel-Wik gezeigt. [...]


http://foerdefluesterer.de/Artikel/news/zweites-festival-am-kleinen-strand-in-kiel.5456.html, 14.08.2013, letzte Einsicht: 22.08.2013
Rückeroberung der "rechten Ecken"
- Zweites Festival am kleinen Strand in Kiel
Daniela Sonders

[...] Mit dem "Festival am kleinen Strand - Musik, Spaß und gutes Wetter gegen Nazis" soll der Ort "rückerobert" werden und es soll ein deutliches Zeichen gesetzt werden, dass Kieler Bürger und Bürgerinnen keine rechtsextremen bzw. menschenverachtendene Einstellungen dulden. [...] Der Verein "Anstatt e.V. - Verein zur Förderung von Jugendkultur", gegründet 2011 von in der Jugendarbeit in Kiel tätigen Menschen, richtet das Festival in diesem Jahr aus, nachdem das Festival in 2012 bereits [...] mit der AWO Kiel veranstaltet wurde. Der Verein besteht aus politisch aktiven, musikbegeisterten Menschen, die allesamt für ein buntes, vielfältiges, offenes und tolerantes Miteinander stehen und die Kulturlandschaft in Kiel gerne um ein schönes umsonst & draussen Festival bereichern möchten. Unterstützt wird der Verein von verschiedenen Initiativen wie dem "Runden Tisch gegen rechte Ecken", bestehend aus Friedrichsorter Bürgern. [...] Kommen soll jede und jeder, die/der gute Musik in schöner Atmosphäre genießen möchte und gleichzeitig ein Statement für ein freundliches Miteinander geben möchte. [...]


Kieler Express, 14.08.2013
Kulturtipps

Unbedingt Badezeug einpacken und schon mal am Nachmittag zum Strand kommen, empfiehlt der Verein Anstatt e.V. Besuchern des 2. Festivals am Kleinen Strand gegen Nazis, denn mit Maxxel, Essa, Die dicken Hosen oder Please don't feed soll der Spaß garantiert sein. [...] Ziel ist es, mit der Aktion im Rahmen des Bundesprogramms "Toleranz fördern - Kompetenz stärken", den Zuschauerrekord vom letzten Jahr mit knapp 2500 Leuten zu brechen. Die Fördedampfer fahren direkt an die Haustür...


Kieler Nachrichten, 12.08.2013
Spielerische Auseinandersetzung mit den Themen Respekt und Toleranz
- Interaktive Ausstellung im Kesselhaus im Anscharpark eröffnet

"Ich bin, du bist" ist der Titel einer neuen Ausstellung für Kinder und Jugendliche, die für ein friedfertiges Miteinander wirbt. Im Kesselhaus im Anscharpark haben Schüler der vierten bis sechsten Klassenstufen noch bis Ende Oktober Gelegenheit, sich an verschiedenen interaktiven Spielstationen mit Themen wie Empathie, Respekt und Toleranz auseinanderzusetzen. [...] Die Organisatoren des Projektes haben die Ausstellung in die Bereiche Wahrnehmung von Emotionen, Verstehen von Emotionen und Umgang mit Emotionen gegliedert. Jedes dieser Sujets nimmt Bezug auf die Eigenschaften "mutig sein" und "ängstlich sein". [...] Die Ausstellung im Kesselhaus [...] ist vormittags, jeweils am Montag, Mittwoch und Donnerstag, für Schüler der vierten bis sechsten Klassen geöffnet. [...] Für andere Interessierte besteht während der Museumsnacht am 30. August sowie während des Kulturmeilenfestes am 7. September die Gelegenheit, die Ausstellung zu besuchen.


Kieler Express, 03.07.2013
Neues Leben fürs Kesselhaus
- Kunstverein Haus 8 bekommt Hilfe bei der Sanierung

[...] Mit einer Spende von 5000 Euro sorgt die Bürgerstiftung dafür, dass dringende Arbeiten erledigt werden können - es sind jedoch noch viele weitere Spenden notwendig. [...] 5000 Euro klingen [...] nicht besonders viel, doch sie ermöglichen es, den Hauptraum für erste Veranstaltungen herzurichten. In dem 200 Quadratmeter großen Raum wird beispielsweise das Kinderkulturbüro ab 6. August die Kinderausstellung "Ich bin... Du bist..." zeigen. Sie wird mit 10 000 Euro aus dem Lokalen Aktionsplan Kiel-Nord unterstützt.  [...]


Kieler Nachrichten, 11.06.2013
Neuer Dampf fürs Kesselhaus
- Bürgerstiftung fördert Sanierung für kulturelle Nutzung - Erste Ausstellung im August
Konrad Bockemühl

[...] Eineinhalb Jahre nach Eröffnung des Atelierhauses im Anscharpark hat sich der Kunstverein Haus 8 ein neues ehrgeiziges Ziel gesetzt: Er will auch das benachbarte Kesselhaus für eine kulturelle Nutzung sichern. [...] Ein Zwischenziel ist für den 6. August benannt. Dann soll [...] die interaktive Ausstellung Ich bin... Du bist... eröffnet werden. Das Kieler Kinderkulturbüro plant das Projekt "zum Umgang miteinander" für Klassen der Stufen 4 bis 7 aller allgemeinbildenden Schulen. [...]


Lübecker Nachrichten, 16.05.2013
Landesvertretung mit Anti-Nazi-Schild

[...] "Kein Ort für Neonazis" prangt auf dem Schild, das die beiden Hausherrn, die Staatssekretäre Michael Rüter (Niedersachsen) und Stefan Studt (Schleswig-Holstein), gestern im Eingangsbereich der Vertretung an die Wand schraubten. "Wir wollen, das nicht weggeschaut wird. Wir wollen aufklären und über den Rechtsextremismus diskutieren", erläuterte Studt. Er hat die Idee aus Kiel mitgebracht. [...]


Kieler Nachrichten, 24.04.2013
Staatskanzlei kein Ort für Neonazis

Am Tag, an dem sein Innenminister den Verfassungsschutzbericht vorstellte, hat Ministerpräsident Torsten Albig ein [...] Bekenntnis zur Demokratie abgegeben: Er brachte an der Staatskanzlei ein Schild mit der Aufschrift: "Kein Ort für Neonazis" an. Albig: "Es kommt darauf an, dass wir an jeder Stelle zeigen: Wir wollen keine Neonazis in unserer Gesellschaft."


Kieler Nachrichten, 24.04.2013
Mehr Gewaltbereitschaft bei Extremisten
- Innenminister Andreas Breitner legt Verfassungsschutzbericht 2012 vor- NPD weniger öffentlich präsent
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[...] Nach dem Verfassungsschutzbericht 2012 [...] gibt es in Schleswig-Holstein 620 gewaltbereite Rechtsextremisten. Das sind 30 mehr als im Vorjahr. Auch die Zahl der Mitglieder rechtsextremistischer Gruppierungen insgesamt ist gewachsen - von 1170 auf 1220. [...] Zugleich zeigt die NPD weniger öffentliche Präsenz. Als Gründe nannte Breitner die Schwächung der Führungsstrukturen, aber auch ein stärkeres ziviles Engagement gegen Rechtsextremisten. Ihr sei es nicht gelungen, bürgerliche Bevölkerungsschichten an sich zu binden. [...] Der Minister warnte aber, die Partei könne nach wie vor Anhänger mobilisieren.
 

Kieler Nachrichten, 15.04.2013
Thema Toleranz: Kiel beteiligt sich an Aktionstag

[...] "Wir für Demokratie - Tag und Nacht für Toleranz" - unter diesem Motto steht ein bundesweiter Aktionstag am Dienstag, 16. April, der ein Zeichen für Toleranz und gesellschaftliche Vielfalt und gegen Rechtsextremismus setzen soll. [...] Kiel [...] lädt sie am Dienstag um 19 Uhr zu einem Vortrags- und Diskussionsabend in den Ratssaal des Rathauses ein. [...] Auf dem Programm stehen u.a. zwei Kurzvorträge, die sich mit den Auswirkungen der Integration von Migranten beschäftigen. Gezeigt werden außerdem Anti-Rassismus-Filmspots, die Studierende der FH Kiel mit Spielern des THW Kiel produziert haben.


Kieler Nachrichten, 27.02.2013
Film über Stolpersteine überzeugte die Jury
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[...] Rund 52.000 Jugendliche haben beim Schülerwettbewerb 2012 der Bundeszentrale für politische Bildung mitgemacht, 2599 Beiträge wurden eingereicht. Das gemeinsame Projekt der Klassen 13e des Beruflichen Gymnasiums und HO6 der Berufsfachschule Wirtschaft im RBZ Wirtschaft hat die Jury überzeugt: Mit ihrem Film "Das waren Menschen wie wir" zu den "Stolpersteinen" haben sie sich für einen Preis qualifiziert. [...] Die Jury des Schülerwettbewerbs der Bundeszentrale für politische Bildung, der unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Joachim Gauck steht, war von den Ergebnissen beeindruckt und belohnt das Engagement der Schüler mit 250 Euro für die Klassenkassen.


Kieler Nachrichten, 12.02.2013
Kiel: Erfolgreich im Kampf gegen Rechtsextremismus
Mit zeitgemäßen und attraktiven Theaterprojekten geht die Landeshauptstadt an die Schulen, um Aufklärungsarbeit zu leisten
gsc

[...] "Es ist uns in Kiel gelungen, mit vielen Projekten eine Stimmung gegen die Rechtsextremen zu entwickeln", sagte Kulturreferent Rainer Pasternak, der auch die Präventionsaktionen koordiniert. Einmalig ist bisher der Aufrtitt der "Unsterblichen" im Sommer 2012 in Friedrichstadt geblieben. [...] Kiel nimmt jedes Jahr [...] 90.000 Euro in die Hand, damit ähnliche Gruppierungen in Kiel keinen Nährboden finden. "Mit zeitgemäßen und attraktiven Theaterprojekten gehen wir an die Schulen, um Aufklärungsarbeit zu leisten", sagte Pasternak. Aus Bundesmitteln stünden für drei Jahre zudem noch 250.000 Euro zur Verfügung. Das Geld ist gut angelegt, denn nach einer Welle von Schmierereien und öffentlichen Auftritten in [...] 2009 und 2010 im Kieler Stadtteil Friedrichsort ist es dort sehr ruhig. [...] Höhepunkt war der Auftritt von mehreren Neonazis im Ortsbeirat, der für eine beängstigende Stimmung gesorgt hatte. Als nach dieser Veranstaltung massiv mobil gegen Rechtsextremismus in Kiel gemacht wurde, ist es ruhig geblieben. [...]


Kieler Nachrichten, 26.01.2013
Flagge zeigen gegen Neonazis

Innenminister Andreas Breitner brachte den Akku-Schrauber mit, Kiels Oberbürgermeisterin Susanne Gaschke die Metallschilder. Gemeinsam setzten die beiden [...] ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus und schraubten ein Schild mit der Aufschrift "Kein Ort für Neonazis - Kiel gegen Rechtsextremismus" ans Innenministerium. Die Landeshauptstadt hat im vergangenen Jahr 500 der Schilder geordert, die inzwischen in ganz Kiel zu sehen sind.


Kieler Nachrichten, 24.01.2013
Theaterspiel wirbt für Zivilcourage
- Projekt zur Gewaltprävention von RBZ und Schauspielschülern
Ingrid Haese

[...] Mit den Themen Rassismus, Diskriminierung und Intoleranz setzt sich das interaktive Theaterspiel "Gewaltbe(f)reit" der Schule für Schauspiel Kiel auseinander. [...] Die Schauspielschüler zeigen aus der Improvisation heraus entstandene Szenen, in denen es [...] um körperliche Gewalt, Diskriminierung von behinderten Menschen, Übergriffe aus der rechten Szene und Ausgrenzung von Ausländern geht. Die Moderatoren [...] beschreiben Schauplätze und Charaktere, fordern die Zuschauer auf, Lösungsvorschläge für die gezeigten Konflikte zu finden. [...] 


Kieler Nachrichten, 17.01.2013
Die Vergangenheit wurde ganz präsent
- RBZ-Klassen drehten Film über Antisemitismus
Christoph Jürgensen

[...] Zwei [...] unterschiedliche Schülergruppen, ein gemeinsames Projekt: Mit dem Thema "Verfolgung im Nationalsozialismus- Antisemitismus damals und heute" haben sich zwei Klassen des RBZ Wirtschaft in einem multimedialen Geschichtsprojekt auseinandergesetzt. Aus dieser Arbeit ist ein Dokumentarfilm entstanden: "Das waren Menschen wie wir!" [...]. Der Film rückt das Schicksal einer jüdischen Kieler Familie während des Dritten Reichs in den Fokus. [...] Die Recherche führte die Schüler ins Landesarchiv Schleswig, ins Stadtarchiv Kiel und zur KZ-Gedenkstätte Neuengamme. [...] Der Filmemacher Fredo Wulf (Zeitzeichen e.V.) und Geschichtslehrer Markus Reimers standen den jungen Erwachsenen unterstützend zur Seite. [...] Ganz nebenbei war das [...] Projekt [...] ein Stück interkultureller Zusammenarbeit innerhalb des RBZ Wirtschaft. Die Klasse HO6 hat im Gegensatz zur 13e einen sehr hohen Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund. "Die Frage nach einem Zusammenhang von Antisemitismus damals und Fremdenfeindlichkeit heute beschäftigt uns immer wieder", so Markus Reimers.


Kieler Nachrichten, 22.11.2012
Was tun gegen Formen von Gewalt?
- Studierende an der Kieler Schule für Schauspiel zeigten fiktive Fallbeispiele in der fast ausverkauften Pumpe
Sabine Tholund

[...] Im Rahmen der Initiative "Kiel in Aktion gegen Rechtsextremismus" haben die zehn Studierenden an der Kieler Schule für Schauspiel [...] in den letzten Wochen Spielszenen zu den Themen Mobbing und Diskriminierung, Rassismus und Intoleranz erarbeitet. Unter dem Titel Gewaltbe(f)reit präsentierten sie drei fiktive Fallbeispiele als interaktive Modelle- moderiert von zwei Kommilitonen, die [...] das Publikum im nahezu ausverkauften Saal [...] zu Änderungsvorschlägen zu animieren [...] meisterten. Um Diskriminierung und Intoleranz geht es in der erste[n] Szene. Von jungen Männern lächerlich gemacht, von Rechtsradikalen als "abartig" beschimpft und von gleichaltrigen Mädels wie ein Zootier begafft, ist eine junge Rollstuhlfahrerin ungewollter Aufmerksamkeit ausgeliefert. [...]


Kieler Nachrichten, 16.11.2012
Die Stadt hat sich Respekt verdient
- Kiel muss sich am heutigen Welttag der Toleranz nicht verstecken: Viele Projekte zeigen, wie gutes Zusammenleben funktioniert
Lara Eckstein

[...] Respekt, Akzeptanz und Anerkennung für den Anderen: Am heutigen Tag der Toleranz will die Unesco an diese prinzipien erinnern. In Kiel gibt es viele Projekte und Initiativen für ein friedliches Zusammenleben aller Bürger. [...] Toleranz hat viele Gesichter. Sie zeigt sich an Gebäuden, die eine Rampe für Rollstuhlfahrer haben [...] und an den vielen Projekten für Kinder und Jugendliche, die es in Kiel gibt. "Oberstes Ziel muss es sein, jede Art von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit zu bekämpfen", sagt Rainer Pasternak. Er koordiniert die Initiative "Toleranz fördern - Kompetenz stärken" in Kiel. "Toleranz ist die Basis des gesellschaftlichen Zusammenlebens", erklärt der Kulturreferent. "Kiel kann als Forschungs-, Industrie- und Touristikstadt nur funktionieren, wenn wir uns sichtbar tolerant präsentieren." Zwölf Projekte zur Toleranzförderung betreut Pasternak zurzeit, vor allem im Norden der Stadt. "Wir gehen mit Flüchtlingen in Schulen und lassen sie berichten, warum sie hier sind", erzählt er. "Durch das Kennenlernen werden Vorurteile abgebaut- und dann hat Rechtsextremismus keine Chance." Seit dem Projektbeginn im vergangenen Jahr habe sich die Stimmung in der Region von Holtenau bis Schilksee bereits gewandelt: "Rechtsextreme stoßen dort heute auf breite Ablehnung." [...]


Kieler Nachrichten, 25.10.2012
Projekte gegen Rechtsextremismus
- Vorstellung in der Festung Friedrichsort
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[...] Unter der Überschrift "Gemeinsam aktiv gegen Rechtsextremismus" gibt die Projektmesse in Friedrichsort einen Überblick über alle Aktivitäten, die der Lokale Aktionsplan Kiel-Nord bisher unterstützt hat. Zum Programm gehören eine Bühnendarbietung mit Breakdance, szenische Collagen aus zwei Theaterprojekten sowie ein Trailer zu einem Dokumentarfilm, der sich mit den Kieler Opfern des Nationalsozialismus beschäftigt. Messebesucher sind eingeladen, an einem Gewinnspiel und einer Fotoaktion teilzunehmen. Zu den Ausstellern gehören beispielsweise die Aktion Kinder- und Jugendschutz, der AWO-Kreisverband, der Christliche Verein zur Förderung sozialer Initiativen in Kiel, Jugendliche ohne Grenzen und der Runde Tisch gegen rechte Ecken. Der Eintritt ist frei.


Kieler Express, 24.10.2012
Gemeinsam gegen Rechts

[...] Unter dem Titel "Gemeinsam aktiv gegen Rechtsextremismus" präsentiert der Lokale Aktionsplan Kiel-Nord am Freitag, 26. Oktober, von 15 bis 18.30 Uhr in der Festung Friedrichsort Projektergebnisse aus eineinhalb Jahren Engagement für Toleranz, Vielfalt und Demokratie. [...] Mehr als 20 Projekte für Kinder, Jugendliche und Erwachsene wurden seit Mitte 2011 innerhalb des Lokalen Aktionsplans Kiel-Nord [...] auf die Beine gestellt. [...] Im Anschluss an das halbstündige Bühnenprogramm mit Breakdance, szenischen Collage aus zwei Theaterprojekten sowie einem Trailer zu einem Dokumentarfilm über die Kieler Opfer des Nationalsozialismus, sind die Besucher eingeladen, sich an den Ständen zu informieren, beim Gewinnspiel mitzumachen oder in einer Foto-Aktion aktiv zu werden. [...]


http://www.musiculum.de/galerien; letzte Einsicht: 04.10.2012
Toleranz fördern - Kompetenz stärken
- Lila und blau; fremd oder Freund?

"Wie die schon aussehen!" - "Abhauen sollen die!" sind sich die Lilanen über die Blauen einig. [...] Woher kommen diese Urteile? Auf welchen Erfahrungen basieren sie? Gibt es überhaupt eigene Erfahrungen oder sind es Vorurteile, die kritiklos übernommen und in der Gruppe ausgelebt werden? - Diesen Fragen gingen die Klasse 4b aus Holtenau und die Klasse 5c aus Friedrichsort im musiculum-Projekt im Rahmen des Lokalen Aktionsplans Kiel-Nord auf den Grund. [...] Im dabei entstandenen gemeinsamen Bühnenstück stoßen "die Blauen" (Holtenau) und "die Lilanen" (Friedrichsort) aufeinander. [...] Eine Annäherung beider Gruppen scheint unmöglich. Zu verfestigt sind die Fronten, gebildet aus Vorurteilen und Intoleranz. Doch als durch eine Fügung des Schicksals die Farben keine Rolle spielen, kommt es zum unvoreingenommenen Kontakt. Die Grenzen verschwimmen. [...] "Aus Fremd wird Freund". [...]


Kieler Express, 26.09.2012
Neue Leiterin im Jugendtreff will sich erstmal orientieren
- Tag der offenen Tür in der Holtenauer Einrichtung

[...] Aktuell ist ein 2. Theaterworkshop gestartet. Seit Dienstag, 25. September, arbeitet die Theaterpädagogin Nadeshda Gerdt mit Jugendlichen ab zwölf Jahren im Rahmen des Lokalen Aktionsplans Kiel-Nord zum Thema Rechtsextremismus. Zusammen mit den Teilnehmern erarbeitet sie ein kleines Theaterstück über Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit und besucht Schauspieler vom Theater. [...]


Kieler Express, 05.09.2012
Die Vielfalt der Kulturen
- 20. Interkulturelle Wochen mit 70 Veranstaltungen unter dem Motto „Flüchtlinge“
küp

[…] Mit dem Stück „SOS for Human Rights“ vom Grips-Theater aus Berlin starten am Freitag, 7. September, die 20. Interkulturellen Wochen in Kiel zum Schwerpunktthema Flüchtlinge. Das Stück über Menschenrechte und Rassismus wird um 9.45 Uhr in der Gemeinschaftsschule Friedrichsort gezeigt. […] Mehr als 70 Veranstaltungen zwischen dem 7. und 23. September kreisen in diesem Jahr um das Thema „Flüchtlinge“. […]


Kieler Nachrichten, 13.08.2012
Friedliche Rückeroberung
- „Festival am kleinen Strand“ lockte mehr als 2000 Menschen ans Skagerrakufer
Karen Jahn

[…] Entspannte Stimmung, ein wunderschöner Ort und ein buntes musikalisches Rahmenprogramm, dessen Höhepunkt für viele wohl der Hamburger Singer/Songwriter Pohlmann war: Mehr als 2000 Besucher setzten am Friedrichsorter Skagerrakufer ein friedliches, feierlustiges Zeichen gegen Rechtsextremismus. […] Auf dem kleinen Strandabschnitt direkt neben der Lindenau-Werft hatten in der Vergangenheit immer wieder Neonazis ihre rechtsradikalen Parolen gegrölt. […] Zufriedenes Fazit von Veranstalter Kocky von Anstatt im Laufe des Abends: „Alles läuft rund!“ […] Ein Stück weiter hinter der Bühne tummeln sich auf dem Fähranleger Hunderte von Besuchern […]. Im Sand des kleinen Strandabschnitts haben es sich viele auf Decken gemütlich gemacht. Kinder […] rennen umher, Teenager und Erwachsene in allen Altersstufen flanieren. […] „Schon heute Nachmittag waren rund 400 Leute hier, darunter viele Senioren und Kinder“, sagt auch Anja Seelig vom AWO-Kreisverband gut gestimmt. […] Mit Cello-Begleitung […] bezirzt der […] selbst ernannte „König der Straßen“ das Publikum […]. Dann endlich erklingt der 2010er-Hit, auf den wohl alle gewartet haben: Wenn jetzt Sommer wär flirrt in den Abend hinaus, und den Applaus und Jubel danach dürfte so mancher in Friedrichsort vernommen haben.


Kieler Nachrichten, 09.08.2012
Spaßplatz statt Angstraum
- Buntes „Festival am kleinen Strand“ am Kieler Skagerrakufer soll Zeichen gegen Nazis setzen
Petra Krause

[…] Gehisste Hakenkreuzflaggen, laute Nazi-Musik, Heil-Hitler-Rufe und beschmierte Bänke hatten 2010 vor allem bei den sogenannten „Freitagstreffen“ das Skagerrakufer zu einem Angstraum gemacht. Und genau das war noch im gleichen Jahr Anlass dafür, dass sich in Pries-Friedrichsort ein „Runder Tisch gegen rechte Ecken“ gebildet hat. […] Damit das Festival in aller Munde bleibt, gibt es ein umfangreiches musikalisches Programm. Am Nachmittag sind auf der Bühne […] Breakdancer, eine Samba-Tanzgruppe, der Rapper Maxxel, eine Trommelgruppe sowie die Kieler Hardrock-Band GreenGrandma […] zu sehen und hören. Zwischendurch werden die Organisatoren immer wieder das Mikro ergreifen und über den Hintergrund des Festivals informieren. […] Gegen 20 Uhr wird Pohlmann erwartet, der, nur mit Gitarre im Gepäck und Cellobegleitung, auf Schnickschnack verzichtet und seine Lieder vom alltäglichen Leben mitbringt. […]




Kieler Express, 08.08.2012
Festival am kleinen Strand
- „Musik, Spaß und Getöse gegen Nazis“ mit Pohlmann als Hauptact
pkr

[…] Der kleine, idyllisch an einer Allee gelegene Strand am Skagerrakufer war 2010 oft Treffpunkt der rechtsradikalen Szene im Kieler Norden gewesen. Unter dem Motto „Musik, Spaß und Getöse gegen Nazis“ wollen jetzt verschiedene Vereine und Verbände am Freitag […] ein Zeichen für Vielfalt und Toleranz gegen Rechtsextremismus setzen. […] Gemeinsam mit dem AWO-Kreisverband Kiel und dem Verein Anstatt - Verein zur Förderung von Mädchen- und Jugendkultur Kiel entstand die Idee, mit einem „Festival am kleinen Strand“ im Rahmen des lokalen Aktionsplanes Kiel-Nord ein Zeichen gegen die rechte Szene zu setzen. „Auch wenn es in letzter Zeit ruhiger war, wollen wir mit dem Konzert diesen Raum zurückerobern“, sagt Wiltrut Cordes vom Runden Tisch gegen rechte Ecken. […]


Kieler Nachrichten, 20.06.2012
Tänzerisch gegen Vorurteile
- Schüler der Lernwerft zeigen Ballett-Performance „Establishing Identity“
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[…] Im Mittelpunkt des Projektes, das mit Mitteln des Kieler Aktionsplans Nord […] gefördert wurde, steht die Tanzperformance. Sie setzt sich künstlerisch mit dem Thema Toleranz auseinander. Das Individuum soll seinem Gegenüber vorurteilsfrei begegnen. „Es geht darum, dass man nicht werten soll, sondern sich alles objektiv angucken soll“, erläuterte Deborah Di Meglio […]. Für die Akteure begann die Arbeit im November. Sie erstellten zunächst Collagen und fertigten einen Paravent für das Bühnenbild an. […] Interviews mit Menschen aus Friedrichsort, Fotografien und das Drehen zweier Kurzfilme gehörten ebenfalls zu den Aufgaben der Jugendlichen. […]


Kieler Nachrichten, 09.06.2012
„Wer nie in einer Diktatur gelebt hat…“
- Kriegszeugenprojekt des Vereins Mahnmal Kilian: Karen Krämer erinnert sich an Grausamkeit und Menschlichkeit in einer entseelten Zeit
Martin Geist

[…] In Workshops entwerfen Jugendliche anhand von Fotos fiktive Biographien über Menschen, die den Krieg erlebt haben, um sie später im Gespräch mit Zeitzeugen dem wirklichen Leben zwischen 1933 und 1945 gegenüberzustellen. […] Oft wird Karen Krämer gefragt, wie es kam, dass die Deutschen den Irrsinn des Dritten Reiches mitgemacht haben. Dann antwortet sie: „Wer nie in einer Diktatur gelebt hat, kann sich schwer vorstellen, dass man nur in der Angst lebt und nichts dagegen tut.“ […] „Ich habe viel Grausames gesehen, aber auch viel Menschlichkeit erlebt“, resümiert die Zeitzeugin. Für sie sind es gerade „diese kleine Dinge, die viel bewegen können“. […] Das Kriegszeugenprojekt von Mahnmal Kilian richtet sich an aus dem Kieler Norden stammende Klassen und Jugendgruppen ab zwölf Jahren. […] Anmeldungen unter info@kriegszeugen.de oder Tel. 2606309.


Kieler Nachrichten, 25.05.2012
Den Stolpersteinen auf der Spur
- Schüler des RBZ Wirtschaft begaben sich auf die Suche nach den Schicksalen hinter den Mahnmalen
cjue

[…] Über 100 Stolpersteine erinnern in Kiel an Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. 18 weitere […] sollen am 11. Juni verlegt werden. […] Die 12e des Beruflichen Gymnasiums […] und die Klasse HU6 der Berufsfachschule Wirtschaft […] haben gemeinsam mit Geschichtslehrer Markus Reimers an dem Projekt gearbeitet. […] Begleitet wird das Projekt von einer Schülerfilmgruppe unter Regie des Dokumentarfilmers Fredo Wulf. Der Film „Ein Stein. Ein Name. Ein Mensch“ soll nach der Verlegung der Stolpersteine anderen Klassen und Lehrern zum Thema Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit und Multikultur zur Verfügung stehen. […]


Der Albrecht, Mai 2012
Dauerhafte Strukturen gegen Rechts
- Unsere Gesellschaft braucht und will kein rechtsextremes Gedankengut
Alexa Magsaam

[…] 500 Schilder gegen Rechts wurden angefertigt, die jetzt über ganz Kiel verteilt werden. Gegen Intoleranz und Fremdenhass. Ein Anlass für die Aktion waren wiederholte rechtsextreme Taten im Kieler Norden, vor allem in und um Friedrichsort. […] Kulturreferent Rainer Pasternak ist seit drei Jahren auch der Koordinator der Arbeit gegen Rechtsextremismus der Stadt Kiel. […] „Im Prinzip gab es keinen speziellen Anlass diese Schilder zu drucken, Vielmehr ist es das Fortsetzen von kontinuierlicher Arbeit gegen Rechtsextremismus“, so Pasternak, „Und unser Kampf gegen menschenverachtendes Gedankengut geht auch nach dieser Aktion weiter.“ […]


Kieler Nachrichten, 14.04.2012
Kieler Sportler zeigen Flagge gegen Fremdenfeindlichkeit
- „Kein Ort für Neonazis“: Stadtrat überreicht 100 Schilder an den Sportverband
mag

[…] „Toll, dass der größte Verband in Kiel aktiv einsteigt“, freute sich Kulturreferent Rainer Pasternak, als gestern das erste Schild am Eingang der Coventryhalle in Gaarden angeschraubt wurde. Und Günter Schöning betonte, „dass der Sport im Schulterschluss gegen Rassismus, Intoleranz und Extremismus steht“. […]
Von den 500 gedruckten Schildern sind inklusive der gestern überreichten bereits 430 montiert beziehungsweise verteilt. […] Angekommen ist bei der Stadt, die mit ihrer Aktion bundesweit große Beachtung fand, unterdessen die jüngst aus kirchlichen Kreisen lautgewordene Kritik […] Thematisiert werden soll dieser Einwand nun bei einer Podiumsdiskussion, kündigte Pasternak an. […]


Kieler Nachrichten, 28.03.2012
Spiegel einer vitalen Kultur
- 1. Landesfestival der jüdischen Musik in der Aula der Kieler Hebbelschule
Kai-Peter Boysen

[…] In Hamburg gibt es seit elf Jahren eine vergleichbare Veranstaltung, jetzt feierte auch Kiel beim gelungenen „1. Landesfestival jüdischer Musik in Schleswig-Holstein“ mit einem abwechslungsreichen Programm und Künstlern aus allen Teilen des Landes die lebendige jüdische Kultur in Schleswig-Holstein. „Mehr voneinander wissen, mehr miteinander erleben“, sei das Rezept, um sich den „Herausforderungen der Demokratie“ zu stellen, betonte Igor Wolodarski, Vorsitzender der mit veranstaltenden Jüdischen Gemeinschaft Schleswig-Holstein, in seiner Begrüßungsrede. So hatten sich viele jüdische und nichtjüdische Besucher in der Aula der Hebbelschule eingefunden, um festzustellen, dass jüdische Musik weit mehr als Klezmer ist. […] Reibungslos klappte der Wechsel auf der Bühne, locker anmoderiert von Lothar Viehhöfer begeisterten Chöre wie Mameloschn (jiddisch für „Muttersprache“), Tänzer wie die Lübecker Gruppe „Israelische Tänze“ und Solisten das Publikum. […]


Kieler Nachrichten, 22.03.2012
Erstes Festival der Jüdischen Musik

[…] Das erste Landesfestival der jüdischen Musik geht am Sonntag, 25. März, ab 15 Uhr in der Aula der Kieler Hebbelschule (Feldstr. 177) über die Bühne. […] Ausgerichtet wird das Festival von der Jüdischen Gemeinschaft Schleswig-Holstein, der Jüdischen Gemeinde Kiel und Region und vom Jüdischen Kulturverein „Aschkenas“.


Die Woche im Erzbistum Hamburg, 18.03.2012
Kein Mensch ist nur ein Neonazi
- Kieler Protestanten und Katholiken wollen im Kampf gegen Rechts keine christlichen Werte verletzen
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[…] Die Botschaft ist klar und wird ohne wenn und aber von allen Beteiligten- darunter Christen, Muslime und Juden- getragen: In Kiel soll neonazistisches Gedankengut keine Chance haben. Doch die jüngst angebrachten Schilder „Kein Ort für Neonazis“ rufen Widerspruch hervor. […] Zum Start der Kampagne […] waren auch Vertreter der Kirchen gekommen, die das Anliegen inhaltlich ohne Einschränkung teilen. Allerdings wenden sich jetzt einige gegen den knappen Slogan „Kein Ort für Neonazis“. […] Den Anstoß, sich intensiver mit dem Slogan auseinanderzusetzen, gab der evangelische Probst Thomas Lienau-Becker […]. […] Es sei ein „sprachlich feiner, aber erheblicher Unterschied, ob ich von Ideologien oder Taten rede, oder den so denkenden Menschen zu dem ‚Nazi‘ stilisiere- also als einen Menschen ansehe, dessen ganzes Dasein mit diesem Begriff zusammengefasst wird. […] Darüber hinaus sieht Lienau-Becker auch die sprachliche Nähe zu Nazi-Parolen wie „Ausländer raus“ sehr kritisch, da dies einer Kopie gleichkomme. […] Er fühle sich den anderen Teilnehmern „sehr tief in dem Wunsch verbunden“, dass sich niemand in Kiel durch neonazistisch motivierte Gewalt oder fremdenfeindliche und menschenverachtende Haltungen ausgegrenzt fühlen sollte, begründet der Geistliche seine Teilnahme an der Präsentation […]. Doch das Unwohlsein gegenüber der Parole bleibt. […]


Die Woche im Erzbistum Hamburg, 18.03.2012
Deutlich bleiben
- Über sprachliche Differenzierungen
Marco Heinen

Ein Mensch lässt sich nicht alleine auf seine verqueren politischen Vorstellungen reduzieren. […] Doch wer differenziert, läuft auch Gefahr, nicht verstanden zu werden. Als „zu akademisch“ ließe sich der Einwand gegen den Slogan „Kein Ort für Neonazis“ beiseite schieben. […] Wer sich als Neonazi versteht und Parolen wie „Ausländer raus“ an Wände schmiert, verletzt die Würde anderer Menschen auf das Gröbste. So jemand darf sich nicht beklagen, wenn analog zu „national befreiten Zonen“ vielerorts „kein Ort für Neonazis“ sein soll. […] Das soll man den Gegnern der Demokratie nicht zumuten dürfen? Nein, in der Tat, man sollte es nicht, jedenfalls nicht in diesem speziellen Fall. Das Wort kann ein scharfes Schwert sein. Allerdings gilt auch: Wie viel weniger vermag es zu verletzen als die körperliche Gewalt von rechten Schlägern. […]


Kieler Nachrichten, 08.03.2012
Holtenau wirbt weiter für mehr Toleranz
Petra Krause

[…] 2009 hatte die Ratsversammlung beschlossen, einen Antrag zur Förderung durch das Bundesprogramm „Toleranz fördern - Kompetenz stärken“ zu stellen […]. […] Der Aktionsplan ist derzeit noch auf den Kieler Norden mit der Wik, Pries-Friedrichsort und Schilksee beschränkt, da es dort immer wieder rechtsextremistische Aktivitäten gegeben habe, so Pasternak. […] In Schilksee habe zum Beispiel wochenlang an einer Mauer gestanden „Nationaler Sozialismus oder Untergang“. 2011 flossen die ersten Gelder, wurden die ersten Pilotprojekte gestartet. […] In den nächsten Monaten gehe es darum, weitere „lokale Akteure der Zivilgesellschaft“ wie Kirchen, Vereine und engagierte Bürger zu gewinnen und weitere Projekte aus dem Aktionsgebiet zu fördern. […]


Kieler Express, 07.03.2012
Kiel macht den Anfang: „Kein Ort für Neonazis“

[…] Die Botschaft ist eindeutig: „Kein Ort für Neonazis- Kiel gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus“ steht auf den gelb-schwarzen Blechschildern mit rotem Diagonalbalken, die bereits an einigen Gebäuden angebracht wurden. […] Ganz bewusst habe Kiel diesen plakativen Ansatz gewählt, so Oberbürgermeister Torsten Albig bei der Vorstellung der Aktion. Die Aussage der Schilder und ihre Verbreitung sollen den Anhängern neonazistischer Ideologien klarmachen, dass sie in Kiel auf Gegenwind stoßen: „Wir wollen sagen: Dieser Ort ist stärker als Ihr“, drückte es Torsten Albig aus. Getragen wird die Aktion schon jetzt von einem breiten Bündnis. Gemeinsam mit Albig waren Vertreter verschiedener Organisationen ins Rathaus gekommen, um die gelben Schilder vorzustellen. […]


Kieler Nachrichten, 03.03.2012
Klare Kante gegen Neonazis
- Als bundesweit erste Stadt kämpft Kiel mit 500 Schildern im gesamten Stadtgebiet gegen Rechtsextremismus
Martina Drexler

[…] Kiel zeigt Flagge: Als erste Stadt Deutschlands setzte sie mit 500 Schildern ein Zeichen gegen Rechtsextremismus. […] „Über die gesamte Bürgergesellschaft zeigen wir, dass wir nicht akzeptieren, dass sich Menschen gegen Menschen aus rassistischer Verblendung wenden“, begründete Albig die Aktion. 150 Schilder haben bereits Orte gefunden, am Verwaltungshochhaus der Universität zum Beispiel, am Justizministerium und an der „Pumpe“. […] Die Aktion sei auch ein Signal an die Bürger: „Stärkt die Demokratie“. Man habe nicht nur Gespräche anregen, sondern auch der Bürgergesellschaft die Möglichkeit geben wollen, sich zu positionieren, erklärte Kulturreferent Rainer Pasternak. […] Es gelte, gemeinsame Werte zu verteidigen, sagte etwa Özlem Ünsal vom Forum für Migrantinnen und Migranten. […] Einig sind sich auch die Kieler Ratsfraktionen: „Wir wollen keine national befreiten Zonen, sondern ein tolerantes, friedliches Miteinander“, betonte Dagmar Hirdes (Grüne). Erst im Februar hatte die Ratsversammlung appelliert, sich gegen rechtsextreme Auswüchse zu wehren. Anlass der Resolution, gegen die nur NPD-Ratsherr Hermann Gutsche stimmte, waren die am 31. März in Lübeck sowie am 1. Mai in Neumünster geplanten Aufmärsche von Gruppierungen aus dem rechten Lager. […]


Kieler Nachrichten, 03.03.2012
Gute Idee oder reine Geldverschwendung?
birt/kbö

[…] Was sagen die Kieler zu der Idee, mit Schildern in öffentlichen Einrichtungen ein deutliches Zeichen gegen Nazis zu setzen? Unsere Zeitung hat sich umgehört: „Eigentlich finde ich die Idee gut“ […] „Denn je mehr die Stadt plakatiert wird, desto weniger trauen sich entsprechende Leute, ihre Gesinnung öffentlich zu machen.“ […] „Ich glaube nicht, dass es wirklich was bringt, aber es setzt zumindest ein Zeichen gegen Nazis.“ […] „Das ist reine Geldverschwendung“ […] „Denn wer Nazi ist, bleibt es auch- trotz Schild!“


Kieler Nachrichten, 03.03.2012
Klares Signal
- Aktionen gegen Rechtsextremismus
Martina Drexler

[…] Ja, es ist nur ein kleines Zeichen, das aber große Wirkung erzielen könnte. Denn Kiel ist als Stadt Vorreiterin, indem sie durch die Aussage „Kein Ort für Neonazis“ nicht nur in ihrem Rathaus, sondern flächendeckend klar gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus positioniert. […] Hinsehen statt wegschauen, sich auseinandersetzen und Partei ergreifen: Die Aktion könnte zusätzlich Symbolkraft entwickeln- quasi als Gegenkampagne zu den Botschaften nationalsozialistischer Ideologie. […] Denn auch wenn sich nach Einschätzung des Verfassungsschutzes Teile der gewaltbereiten rechten Szene in Schleswig-Holstein auflösen […] bleibt die braune Gefahr bestehen.


http://www.taz.de/!88845/, 02.03.2012; letzte Einsicht: 26.03.2012
Neonazis? Kein Einlass!

Mit 500 Schildern will Kiel ein Zeichen gegen Rechtsextremismus setzen. […] „Kiel zeigt Flagge“, sagte Albig. Mit Blick auf die Nazizeit von 1933 bis 1945 fügte er hinzu: „Wir wollen, dass dieser Ort nie wieder vom Geist des nationalsozialistischen Unwesens besudelt wird- darin sind wir uns alle einig.“ […] Ihm sei bewusst, dass die Aktion „sehr plakativ ist und zum Widerspruch reizt“, fügte Albig hinzu. Es gehe nicht darum, einzelne politisch verblendete junge Menschen auszugrenzen, sondern sich gegen jenes Gedankengut zu wenden, das diese Menschen auf Abwege führe. […] An Kirchen sollen die Schilder nicht angebracht werden. Gotteshäuser seien Orte, die jeden zum Gebet einladen, auch Menschen, die Falsches getan haben, erläuterten Vertreter der evangelischen und katholischen Kirche. Inhaltlich werde die Aktion voll mitgetragen, NS-Ideologie und das christliche Menschenbild schlössen sich einander aus. […]


http://www.augsburger-allgemeine.de/panorama/Kiel-stellt-500-Schilder-gegen-Nazis-auf-id19039576.html, 02.03.2012;
letzte Einsicht: 26.03.2012
Kiel stellt 500 Schilder gegen Nazis auf

[…] Als erste deutsche Stadt setzt Kiel mit 500 Schildern im gesamten Stadtgebiet ein Zeichen gegen Rechtsextremismus. Oberbürgermeister Torsten Albig (SPD) befestigte am Freitag am Rathaus das erste Schild mit der Aufschrift «Kein Ort für Neonazis- Kiel gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus». […] Vertreter der Kirchen, der Jüdischen Gemeinden, der Türkischen Gemeinde und des Forums für Migrantinnen und Migranten sowie des Deutschen Gewerkschaftsbundes und der Hochschulen unterstützen die Aktion.


http://www.shz.de/nachrichten/top-thema/article/111/500-schilder-gegen-neonazis.html, 02.03.2012, letzte Einsicht: 26.03.2012
500 Schilder gegen Neonazis
- Kiel bundesweit erste Stadt

Im Kampf gegen Rechtsextremismus setzt Kiel ein deutschlandweit bislang einzigartiges Zeichen: In der ganzen Stadt werden 500 Schilder befestigt. Die Aufschrift: „Kein Ort für Neonazis“. […] Die Schilder sind dauerhaft an öffentlichen und privaten Gebäuden zu sehen, unter anderem am Hochhaus der Christian-Albrechts-Universität (CAU) zu Kiel. Oberbürgermeister Torsten Albig (SPD) ließ es sich nicht nehmen, das gelbe Blechschild am Rathauseingang selbst anzuschrauben. […] In seiner Rede erinnerte Albig an die braune Geschichte Kiels. „Auch in unserem Rathaus haben einmal Nazis gewirkt, selbst an meinem Schreibtisch. Das Schild am Eingang stellt klar: Dieser Ort ist demokratisch und stark.“ […] Einen Tag vor den Kommunalwahlen am 12. März 1933 besetzten SA und SS das Rathaus. Oberbürgermeister Dr. Emil Lueken (DVP), der eigentlich 1932 für zwölf weitere Jahre wiedergewählt worden war, wurde für abgesetzt erklärt. […] Fünf Jahre später brannte die Kieler Synagoge am Schrevenpark - die Reichspogromnacht hatte Kiel erreicht.


Kieler Nachrichten, 11.02.2012
„Kein Ort für Neonazis“ lautet die Botschaft
- Kulturreferent Rainer Pasternak koordiniert Schilder-Aktion in Kiel
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[…] Eingebettet in die Kampagne „Kiel in Aktion gegen Neonazis“ hat die Landeshauptstadt jetzt 500 Schilder mit der Aufschrift „Kein Ort für Neonazis“ prägen [lassen]. […] „Die Stadt Kiel und ihre Einwohner beziehen mit den Schildern dauerhaft Position gegen Neonazis“, erläuterte Rainer Pasternak während einer Präsentation vor den Ortsbeiräten Friedrichsort und Schilksee den Hintergrund der Aktion. […] Zu diesem Auftakt mit Oberbürgermeister Torsten Albig sollen auch Vertreter der Kirchen, der jüdischen Gemeinde und der türkisch-islamischen Kulturverbände eingeladen werden. […] Der Kulturreferent kümmert sich nicht nur um die aktuelle Schilder-Kampagne. Er ist auch Koordinator des „Lokalen Aktionsplans Kiel Nord“. […] Der „Lokale Aktionsplan“ wird gefördert durch das Bundesprogramm „Toleranz fördern - Kompetenz stärken“.


Kieler Nachrichten, 06.02.2012
Viele Themen im Migrantenforum

[…] Es gibt eine Menge zu besprechen im Kieler Forum für Migrantinnen und Migranten: Am Dienstag, 7. Februar, ab 17 Uhr im Magistratssaal des Rathauses. […] Zum Thema „Lokaler Aktionsplan Kiel-Nord“ berichtet Rainer Pasternak in der öffentlichen Sitzung aus dem Kulturdezernat. Über den Lokalen Aktionsplan werden Projekte gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit gefördert. […]


Kieler Nachrichten, 02.02.2012
Auf der Bühne stürzen alle Mauern ein
- Grundschule Holtenau wirbt mit Theaterstück für Integration
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[…] „Er ist anders, sie ist anders, du bist anders, wir sind anders“ heißt das Stück, das am morgigen Freitag, 3. Februar, um 10.20 Uhr in der kleinen Sporthalle der Grundschule Holtenau aufgeführt wird. […] Das Projekt ist eingebettet in den städtischen „Lokalen Aktionsplan Kiel Nord“. Er fördert in Pries/Friedrichsort, Schilksee, der Wik und Holtenau soziales Engagement gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit. […] Im Fokus steht ein isoliertes Kind, das dank einstürzender Mauern in den Köpfen seiner Mitmenschen später Teil der Gemeinschaft wird. […] „Die Schüler haben tolle Ideen“, lobte Schauspieler Thies John  […] am Montag bei der Generalprobe im musiculum. Dort beginnt am 6. Februar mit Kindern der Grundschule Holtenau und der Gemeinschaftsschule Friedrichsort das zweite Projekt dieser Art.


Unser Holtenau, 01.02.2012
Bundesförderungsprojekt „Toleranz fördern - Kompetenz stärken“
- Pilotprojekt im musiculum mit Schüler/innen der Grundschule Holtenau

[…] Im aktuellen Pilotprojekt arbeitet das musiculum mit der Grundschule Holtenau zusammen. […] Alle Schülerinnen und Schüler der Klasse 4a der Grundschule Holtenau haben sich über die Dauer eines Halbjahres intensiv mit dem Thema Ausgrenzung auseinandergesetzt. Ziel dieses Projektes ist es, […] ein kurzes Bühnenstück unter Einbezug von szenischem Darstellen, Bewegung und Tanz, der Komposition eines eigenen Songs nebst Formulieren der zugehörigen Texte und das künstlerische Gestalten eines Bühnenbildes erarbeiten zu lassen. Dabei werden eigene Gedanken, Erlebnisse und Erfahrungen zu den Themen Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit individuell und im Gruppenkontext verstanden und verarbeitet. […] Dieses Projekt wird im zweiten Schulhalbjahr 2011/2012 mit der zweiten vierten Klasse durchgeführt.


Kieler Nachrichten, 16.12.2011
Zusammen ist man weniger allein
- Schüler der „Lernwerft“ zeigten Theater-Collage „Wir sind alle fremd irgendwo“ in der Hansa48
Caroline Neider

[…] Insgesamt 24 Schüler der privaten Club of Rome Schule Lernwerft in Friedrichsort haben unter der Leitung von Susanne Mengelkamp und dem Klassenlehrer Thies Wels eine intelligent zugespitzte Theater-Collage […] zum Thema Fremdsein, Anderssein inszeniert. Am Mittwoch zeigten sie ihr Stück mit dem Titel Wir sind alle fremd irgendwo in der Hansa48. […] Dazwischen zeigten die Schüler in zynischen, traurigen, humorvollen und vor allem realistischen Episoden, was passiert, wenn man den Titel ihres Stücks verdrängt, nämlich Wir sind alle fremd irgendwo: Schüler-Mobbing, Antisemitismus, Fremdenhass. Gut gespielt, lassen die Schüler sich, ihren Figuren und dem Publikum Zeit zu verstehen und sich eigene Gedanken zu machen. […]


Kieler Nachrichten, 30.11.2011
Vom Umgang mit dem Fremden
- Theaterprojekt an der Lernwerft entwickelt Szenencollage- Nächste Herausforderung eine Rahmenhandlung
Petra Krause

[…] Die neunte Klasse erarbeitet mit fachlicher Unterstützung eine Szenencollage zum Thema: „Umgang mit dem Fremden - Aliens begegnen Erdbewohnern“. Die Vorstellung „Erdbewohner treffen auf Außerirdische“ ist dabei der Einstieg, sich dem Thema „Umgang mit Fremden“ zu nähern. Es zeigt den Kontrast zwischen der Grenzenlosigkeit des Universums und der Begrenztheit unseres Denkens und unserer Entfaltungsmöglichkeiten“, so Thies Wels. […] Nach einer Einführung in Spieltechniken, ersten Übungen - wie Menschen wohl mit Aliens kommunizieren-, einem Vortrag über Rechtsextremismus und Informationen vom Astro-Team über das Universum, arbeiten die Schüler bereits an den Szenen. […]


HEMPELS. Das Straßenmagazin für Schleswig-Holstein, November 2011 (Ausgabe 187)
„Kulturelle Vielfalt fördern und Rechtsradikalen klar entgegentreten“
Eckehard Raupach

[…] Jährlich gibt es in Schleswig-Holstein zehn bis zwanzig rechtsradikale Lieder- und Konzertabende. Rechtsradikale Organisationen haben in Deutschland etwa 25.000, in Schleswig-Holstein rund 1500 Mitglieder (so der letzte Verfassungsschutzbericht). […] 2010 war geprägt durch etliche rechtsradikale Gewaltakte gegen „linke“ Organisationen und Einrichtungen, besonders stark traten die Rechtsradikalen im Kieler Norden auf, von der Wik bis Friedrichsort. […] Durch das Bundesprogramm „Toleranz fördern, Kompetenz stärken“ stehen Mittel für Aufklärung und Aktionen bereit. Zusätzlich zahlt die Stadt jährlich 60.000 Euro für den Kampf gegen Rechtsradikalismus; ein Ausschuss mit starker Bürgerbeteiligung soll über die Vergabe entscheiden. […]


Kieler Nachrichten, 14.09.2011
„Kiel in Aktion“ gegen Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit
küp

[…] 90 deutsche Kommunen hatten sich für das Bundesprojekt „Toleranz fördern - Kompetenz stärken“ beworben, Kiel erhielt laut Kulturreferent Rainer Pasternak als einzige Kommune in Schleswig-Holstein den Zuschlag für die Projektteilnahme. Der Bund habe allerdings gefordert, dass mit dem Geld vorwiegend Projekte in den nördlichen Kieler Stadtteilen Wik, Holtenau, Pries-Friedrichsort und Schilksee finanziert werden. Um aber auch in anderen Stadtteilen Präventionsprojekte auf den Weg bringen zu können, gab die Ratsversammlung für 2011 weitere 30000 Euro frei. […] „Hauptziel der Projekte ist es, durch gezielte Präventionsarbeit bei Kinder und Jugendlichen dem Rechtsradikalismus das Wasser abzugraben“, erläutert Pasternak den Hintergrund des Kieler Aktionsplanes. […] Welche Projekte umgesetzt und finanziell gefördert werden, entscheidet ein Begleitausschuss, dem Vertreter von Kieler Ämtern, Kultureinrichtungen oder Kirchen angehören. […]


Unser Ostufer, März 2011
CD und Partys gegen Rechts

„Rechts- geht gar nicht“ heißt die Kieler Schulhof-CD, produziert von den Mädchen- und Jugendtreffs der Stadt. Darauf beziehen junge Musiker/innen mit unterschiedlichen Musikstilen in ihren Texten Stellung gegen rechtsextremes, rassistisches und anderes menschenverachtendes Verhalten. Prominente Unterstützung erhielt das Projekt von Sebastian Krumbiegel („Die Prinzen“) sowie der Band „Escapado“, die jeweils mit einem Song auf der CD vertreten sind. […] Auf zwei Partys wird die CD dem jungen Kieler Publikum vorgestellt. Das Konzert in der Pumpe am 18. März steht ganz im Zeichen der Rockmusik, von Akustik bis Hardcore. Am 25. März haben in der Räucherei Hip-Hop-Musiker/innen aus Kiel und Umgebung das Mikro in der Hand. […]


Zeitung für Mettenhof, März 2011
CD und Partys gegen Rechts

[…] Die CD wird vom 7.3.- 18.3. auf Schulhöfen weiterführender Schulen in Kiel kostenlos verteilt. Auf zwei Partys wird die CD dem jungen Kieler Publikum vorgestellt. […] Beide Veranstaltungen finden in den Internationalen Wochen gegen Rassismus (14.3.-27.3.) und unter dem Dach des städtischen Projektes „Kiel in Aktion“ statt. Organisiert werden die Konzerte vom Referat für Migration und der Projektgruppe der Mädchen- und Jugendtreffs der Landeshauptstadt Kiel sowie dem Kieler Forum für Migrantinnen und Migranten, dem Beauftragten für Flüchtlings-, Asyl- und Zuwanderungsfragen des Landes Schleswig-Holstein, dem Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus Schleswig-Holstein, dem AWO-Kreisverband Kiel, der Pumpe und der Räucherei. [...]


Kieler Nachrichten, 22.02.2011
Wie die Stadt ein Kulturnetzwerk gegen Extremismus knüpft
- Kieler Jugendliche sollen durch Filmreihen, Theaterprojekte oder Diskussionen für antidemokratische Prozesse sensibilisiert werden
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[…] Mit Diskussionen, Filmreihen, Theaterstücken, Ausstellungen oder Schulprojekten soll ein „Lokaler Aktionsplan“ zur Demokratieentwicklung umgesetzt sowie die Bündnisse gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit oder Antisemitismus gestärkt werden. Die dafür vom Kulturreferenten der Stadt, Rainer Pasternak, veranschlagten 200 Veranstaltungen pro Jahr würden vom städtischen Amt für Kultur und Weiterbildung sowie vom Kieler Forum „Netzwerk Kultur und Wissenschaft“ organisiert. […] Die „notwendige Öffentlichkeit für eine gesellschaftliche Debatte“ über auch in Kiel zu beobachtende rechtsextreme Aktivitäten oder Fremdenfeindlichkeit soll durch hochrangig besetzte Diskussionsrunden, Film- oder Theateraufführungen hergestellt werden. […]

Banner mit Bildern des LAP Kiel-Nord



Fotos: Christiane Breitfelder

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