Landeshauptstadt Kiel Kiel.Sailing.City

Projekte 2012

Logo des Lokalen Aktionsplans Kiel-Nord

Bunte Palette an Projekten

Nach dem Projektaufruf für 2012 meldeten sich viele Interessierte bei der Lokalen Koordinierungsstelle und beantragten Einzelprojekte im Rahmen des LAP Kiel-Nord. Unter anderem mit Hilfe eben dieser Projekte soll in der Landeshauptstadt langfristig ein Klima geschaffen werden, in dem sich alle Kielerinnen und Kieler für eine tolerante und offene Kultur des Miteinanders einsetzen.

Insgesamt gab es bisher im Förderjahr 2012 zwölf verschiedene gemeinnützige Organisationen, die sich als Träger von Einzelprojekten im LAP Kiel-Nord engagieren.

Im Folgenden wird Ihnen eine kleine Übersicht über die Projektvielfalt im Jahr 2012 gegeben- bitte beachten Sie, dass alle Angaben keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben.

Projekte

Ein Schüler präsentiert ein Bild
Ein Schüler stellt der Klasse sein Bild vor

„Das sind wir!“ -  establishing identity

Projektträger:
Lernwerft gGmbH

Kurzbeschreibung:
Im Anschluss an das Projekt in 2011 werden in der zweiten Phase die verschiedenen Elemente des Bühnenbildes (Collage/ Quilt, Fotografie, Ton- und Videoaufnahmen) zusammengeführt und die Tanzproduktion weiterentwickelt.

In zwei öffentlichen Aufführungen werden die Schülerinnen und Schüler ihre Produktion dem Publikum in Friedrichsort präsentieren. Bei einem Abschlusstreffen wird die Videodokumentation gezeigt und besprochen. Hintergrund des Projekts ist die Auseinandersetzung mit der eigenen Identität und der Umgang mit anderen Menschen.

Zur Internetseite der Lernwerft GmbH
Zur Internetseite der beteiligten Künstlerin

Schüler der Musikgruppe im Studio
Schüler der Musikgruppe bei der Aufnahme
ihres Songs im Studio

Toleranz fördern - Kompetenz stärken

Projektträger:
musiculum- Lern- und Experimentierwerkstatt

Kurzbeschreibung:
Innerhalb dieses Projekts arbeitet das musiculum mit der Grundschule Holtenau und der Gemeinschaftsschule Friedrichsort zusammen. In kleinen Gruppen wird mit Schülerinnen und Schülern in den Erfahrungsfeldern Musizieren, Gestalten und Werken sowie Tanz und Bewegung gearbeitet. Die Ergebnisse der drei Felder werden am Ende verbunden und zusammen entstehen Spielszenen, die sich Themen wie Rassismus und anderer Menschenfeindlichkeit sowie dem Begriff der Ausgrenzung annähern.

Die Projektergebnisse werden vor den Eltern und der Schulgemeinschaft präsentiert.

Zur Internetseite des musiculum

Plakat mit der Ankündigung des Ersten Landesfestivals der jüdischen Musik
Plakat zum 1. Landesfestival
der jüdischen Musik

Erstes Landesfestival der jüdischen Musik

Projektträger:
Jüdische Gemeinde Kiel und Region e.V.

Kurzbeschreibung:
Mit Hilfe des Festivals zeigte die Jüdische Gemeinde Kiel und Region e.V., wie vielfältig jüdisches Leben in Deutschland ist.

Neben jüdischer Musik und Tänzen auf der Bühne, gab es auch Infostände der beteiligten jüdischen Gemeinden sowie ein koscheres Buffet und im Anschluss daran ein großes „Come together“.

Mit der Vermittlung des reichen und vielfältigen Kulturschatzes der jüdischen Gemeinden werden neue Wege der Verständigung beschritten. Durch die Wahl des Auftrittsortes im Stadtteil Wik wurden die Bewohnerinnen und Bewohner im Kieler Norden besonders angesprochen und darüber hinaus Menschen aus ganz Kiel in den Stadtteil gelockt.

Das Festival fand am 25. März 2012 in der Hebbelschule statt und soll auch in den kommenden Jahren fortgeführt werden.

Zur Internetseite des Zentralrats der Juden in Deutschland

Frau hält hinter ihrem Rücken ein Stück Papier mit der Aufschrift
Im Rahmen der Theaterworkshops findet
eine Auseinandersetzung mit dem Thema
Ausgrenzung statt

Theaterworkshops gegen Rechtsaußen - Erkennen, Begreifen, Handeln - Echt stark 2012

Projektträger:
Ortscaritasverband Kiel, Kinder- und Jugendtreff Holtenau

Kurzbeschreibung:
Unter Anleitung von theaterpädagogischem Personal kommen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einmal wöchentlich für einen Theaterworkshop zusammen.

Es gibt drei unterschiedliche Gruppen, die jeweils drei Monate an Theatersequenzen arbeiten. Innerhalb des Themenspektrums Ausgrenzung, Demokratie, Rassismus und Vielfalt der Kulturen in Deutschland können die Kinder und Jugendlichen eigene Erfahrungen in die Arbeit einfließen lassen.

Das Engagement der jungen Teilnehmenden ist auch bei Planung, Organisation und Durchführung gefragt und die jungen Menschen werden dabei in ihrer individuellen Entwicklung gefördert. Bei den abschließenden Nachbereitungs- und Auswertungstreffen können erlebte Erfahrungen ausgetauscht werden.

Zur Internetseite des Ortscaritasverbands Kiel

Figuren werfen Schatten an die Wand
Die Schulklasse setzt sich innerhalb des
Projekts künstlerisch mit Themen wie
Überwindung und Courage auseinander

Shadows on the Wall

Projektträger:
Förderverein der IGF

Kurzbeschreibung:
Innerhalb des zehnwöchigen Projekts setzen sich Schülerinnen und Schüler der IG Friedrichsort mit den Themen Fremdsein, Angst, Überwindung und Courage auseinander.

Die Eindrücke und Ergebnisse daraus werden in die Erstellung von Bildern, Videos, einem Patchwork-Quilt sowie überdimensionierten Puppen festgehalten. Die entstandenen Teile werden zu einer begehbaren Installation zusammengefügt und auf einer öffentlichen Vernissage in der Schule sowie auf der Spiellinie während der Kieler Woche 2012 präsentiert.

Als Arbeitsgrundlage für die Schülerinnen und Schüler dient unter anderem das Buch „Life doesn’t frighten me“ der afro-amerikanischen Schriftstellerin Maya Angelou.

Zur Internetseite der IG Friedrichsort
Zur Internetseite der beteiligten Künstlerin

Frau streckt der Kamera ihre Hand entgegen. Auf der Hand ist ein Button mit der Aufschrift
Zuschauerinnen und Zuschauer sind beim
Theaterstück gefordert. Initiative, Meinung
und Zivilcourage sind gefragt!

Theaterstück „Krampf. Rechtsradikal - chic sie weg“ im Rahmen des Anne-Frank Ausstellungsbegleitprogramms

Projektträger:
Aktion Kinder- und Jugendschutz Schleswig-Holstein e.V.

Kurzbeschreibung:
Als Teil des Begleitprogramms der Anne-Frank-Ausstellung finden an der IG Friedrichsort zwei Aufführungen des Theaterstücks „Krampf. Rechtsradikal - chic sie weg“ statt.

Das Stück beschäftigt sich mit rechter Gewalt und damit, wie verführerisch die rechtsextreme Ideologie auf Jugendliche wirken kann. Das theaterpädagogische Konzept sieht die Beteiligung der Zuschauerinnen und Zuschauer vor und fordert ihre Initiative und Meinung. Nach dem Stück ist eine Diskussion und Reflektion in den einzelnen Klassen vorgesehen.

Zur Internetseite des AKJS e.V.
Zur Internetseite der Theaterpädagogischen Werkstatt

Zwei Personen ordnen auf dem Boden Vorschläge zu den Projektzielen
Bei der Entwicklung des Workshopkonzepts
wird mit vielfältigen Methoden gearbeitet

Geschichte(n) von Damals - Geschichten Von Heute

Projektträger:
Verein Mahnmal Kilian e.V.

Kurzbeschreibung:
Innerhalb dieses Projekts entwickelt der Verein ein modulares Workshopkonzept, mit dessen Hilfe Jugendliche neue Wege zur Toleranz entdecken.

Die Jugendlichen setzen sich unter Anleitung von Expertinnen und Experten des Vereins mit dem Lebensalltag in der Zeit des Nationalsozialismus auseinander. Durch die Begegnung mit den Menschen, die diese Zeit miterlebt haben wird die Fähigkeit der Jugendlichen zur Empathie und zum Perspektivenwechsel gestärkt. Neben Zeitzeugengesprächen arbeiten die Jugendlichen an biographischem Material und setzen sich in Diskussionen mit ethischen Werten auseinander.

In den Modulen, in denen eine Präsentation sinnvoll ist, werden die Ergebnisse im Flandernbunker ausgestellt.

Zur Internetseite des Mahnmal Kilian e.V.

Schülerinnen und Schüler drehen einen Film über die Stolpersteinverlegung
Am Montag, 11. Juni, wurden in Kiel 18
neue Stolpersteine des Künstlers Gunter
Demnig verlegt. Die Schulklasse aus dem
Kieler Norden war dabei und begann mit
den Dreharbeiten.

Eine Stimme gegen das Vergessen

Projektträger:
Zeitzeichen, Verein für Politik, Geschichte und Dokumentation e.V.

Kurzbeschreibung:
Ziel des Projekts ist die Entstehung eines Films, der später auch an Schulen im Kieler Norden gezeigt wird.

Der Film zeigt die Arbeit von Schülerinnen und Schülern, die über mehrere Wochen hinweg das Leben von jüdischen Kieler Bürgerinnen und Bürgern während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft recherchieren. Zum Gedenken an die Opfer werden dann gemeinsam mit einem Künstler am letzten selbst gewählten Wohnort im Kieler Stadtgebiet Stolpersteine verlegt.

Zum Projektabschluss werden im Flandernbunker in Kiel-Wik die Rechercheergebnisse der Öffentlichkeit präsentiert.

Zur Internetseite des Filmemachers
Zur Internetseite des Stolpersteine-Projekts in Kiel

Bunter Plakatentwurf für das Festival am kleinen Strand
Am 10. August findet das
Festival am Skagerrakufer
statt.

Musik für Vielfalt und Respekt „Rechtsradikal - geht gar nicht“

Projektträger:
AWO Kreisverband Kiel e.V.

Kurzbeschreibung:
Am 10. August kommt die KMA e.V. mit ihrem Startruck aus Berlin nach Friedrichsort und bringt am Skagerrakufer ein buntes Programm auf die Bühne.

Insbesondere Jugendlichen und junge Erwachsenen wird hier Raum und Möglichkeit gegeben, sich mittels Musik gegen Rassismus und Rechtsextremismus einzusetzen- statt rechtsextremer Musik heißt es: Musik für Vielfalt und Respekt! Die Konzerte von verschiedenen Bands aus Berlin und Kiel werden von einem umfangreichen Rahmenprogramm mit Tanz, Infoständen und Catering begleitet, das vor allem von den Menschen aus Friedrichsort selbst auf die Beine gestellt wird.

Die Botschaft: Der jüngst von Nazis missbrauchte Ort (das Skagerrakufer) wird von der Bevölkerung Friedrichsort zurück erobert und wieder allen zugänglich gemacht.

Zur Internetseite der AWO Kiel e.V.

Mädchen macht sich auf einem Block Notizen
Die beteiligten Jugendlichen sind dazu
aufgefordert, selbst eigene Texte zu
verfassen

Lass Toleranz zu Wort kommen

Projektträger:
Förderverein der IG Friedrichsort

Kurzbeschreibung:
Im Rahmen einer Vorhabenwoche arbeiten Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse rechtsextreme Gewalttaten im eigenen Stadtteil auf.

Dabei führen sie Interviews, besuchen Kieler Moscheen und lernen in einer langen Lesenacht die türkische Literatur näher kennen. Dann dürfen sie selbst Dialoge mit Figuren aus unterschiedlichen kulturellen Kontexten schreiben. Dadurch werden sie für die Ausgrenzung gesellschaftlicher Minderheiten und die Menschenfeindlichkeit im Rechtsextremismus sensibilisiert.

In der zweiten Projektphase wird dann eine Podiumsdiskussion durchgeführt und eine Schülerzeitung initiiert, die fortan als Forum gegen Ausgrenzung an der Schule etabliert werden soll.

Zur Internetseite der IG Friedrichsort
Zur Internetseite des beteiligten Literaturprojekts "Dichter dran!"

Kinder üben in einer Turnhalle Breakdance-Figuren ein
Kinder und Jugendliche dürfen sich seit
kurzem wieder an verschiedenen
Breakdance-Figuren versuchen

Breakdanceunterricht im Jugendtreff in Kiel-Pries

Projektträger:
Sportvereinigung Friedrichsort (SVF)

Kurzbeschreibung:
Das Projekt Sport gegen Gewalt, Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit besteht in Schleswig-Holstein bereits seit 1994. Ende 2011 gab es ferner bereits ein Breakdance- Angebot im Jugendtreff Pries, das auch in 2012 weitergeführt wird.

Mit dem neuen Breakdance- Projekt im Jugendtreff soll an frühere Erfolge angeknüpft werden. Breakdance ist ein bekanntes erfolgreiches Antigewaltprojekt. Es sind bereits mehrere Aufführungen der Breakdance- Gruppe geplant.

Zur Internetseite der Sportvereinigung Friedrichsort

Hände tragen Buttons mit Aufschriften wie
Das GRIPS-Theater fördert das Erlangen von
interkulturellen Kompetenzen

SOS for Human Rights

Projektträger:
Christlicher Verein zur Förderung sozialer Initiativen in Kiel e.V.

Kurzbeschreibung:
Für dieses Projekt wird das GRIPS-Theater mit dem Theaterstück „SOS for Human Rights“ nach Kiel an die IG Friedrichsort geholt.

Das Theaterstück wird im Rahmen des Weltkundeunterrichts von den Schülerinnen und Schülern vor- und nachbereitet. Ziel ist das Erlangen von interkultureller Kompetenz sowie die Auseinandersetzung mit Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und Flucht.
Parallel dazu wird eine von Flüchtlingen konzipierte Ausstellung in der Schule gezeigt und von diesen betreut, so dass persönliche Kontakte entstehen können. Die Theateraufführung ist zugleich Teil der Auftaktveranstaltung zu den Interkulturellen Wochen in Kiel.  

Zur Internetseite des Christlichen Vereins zur Förderung sozialer Initiativen in Kiel e.V.
Zur Internetseite von SOS for Human Rights

Zwei Menschen halten Plakate mit der Aufschrift
Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit
Kinderpsychologen und wird für mindestens 5
Monate im Kieler Norden gezeigt.

„Wir“ bedeutet immer mehrere

Projektträger:
Kieler Kinderkulturbüro e.V.

Kurzbeschreibung:
Das Kinderkulturbüro erarbeitet eine Ausstellung, die einen Beitrag zur Demokratieerziehung von Kindern und Jugendlichen leisten soll.

Die Annäherung an das Thema erfolgt über die Auseinandersetzung mit bestimmten Emotionen, die grundlegend für ein Miteinander in der Gesellschaft sind. Wie auf einer Expedition durchlaufen die Kinder allein und in kleinen Gruppen die eigens für sie entwickelten Stationen der Ausstellung und werden über Aufgaben und Spiele angeregt, sich mit Feindseligkeit, Ausgrenzung, Angst aber vor allem auch Mut zu beschäftigen.

Die Ausstellung soll 2013 fertig gestellt und im Kieler Norden präsentiert werden.

Zur Internetseite des Kieler Kinderkulturbüros e.V.

Ausschnitt einer Patchwork-Decke
Bei der Gesamtperformance werden
die entstandenen Patchwork-Arbeiten 
auch vor Publikum präsentiert.

Ich - Du - Wir / CREARtive Vielfalt

Projektträger:
Kiel CREARtiv e.V.

Kurzbeschreibung:
Das Thema Vielfalt steht im Mittelpunkt dieses Projekts. An sechs Projekttagen nähern sich SchülerInnen (5. und 6. Klasse) mit kreativen Mitteln der Bildenden Kunst (Collagen, Patchwork) und der Theaterarbeit (Improvisation, Performance) dem Thema "Diversität: Chancen und Perspektiven" an. Unter Anleitung einer bildenden Künstlerin und einer Schauspielerin beschäftigen sich die SchülerInnen mit unterschiedlichen Einstellungen gegenüber Vielfalt im eigenen Umfeld. Am Ende des Projekts steht eine Gesamtperformance vor Publikum.

Zur Internetseite von Kiel CREARtiv e.V.

Banner mit Bildern des LAP Kiel-Nord


Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Fotos: Christiane Breitfelder, Christel Pieper, Verena Stauber

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