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Heizöltanks: Betreiberpflichten

Heizöltanks gehören nach dem Wasserhaushaltsgesetz zu den Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen.

Korrosion durch Feuchtigkeit

Schadhafte private und gewerblich betriebene Heizölverbraucheranlagen sowie Befüllungsfehler führen nicht selten zu enormen Gebäude-, Boden- und Wasserverunreinigungen. Die Sanierung erzeugt teilweise immense Kosten für den Betreiber der Anlage.

Selbst bei versicherten Anlagen weigert sich die Versicherung nicht selten, die Kosten für Untersuchungen und Sanierungen zu übernehmen, weil die Anlage nicht den anerkannten Regeln der Technik entsprechen und der Betreiber seinen Pflichten zum Schutz des Bodens und des Wassers nicht nachgekommen ist.

Hierzu zählen zum Beispiel regelmäßig Eigenkontrollen der Behälter auf Korrosionsschäden und Leckagen, Kontrolle der Funktionstüchtigkeit der Leckanzeige, des Füllstandanzeigers, der Rohrleitungen, der Entlüftung und des Lagerraumes beziehungsweise der Auffangwanne auf Dichtheit.

Schadhafte Wand- und Bodenbeschichtung eines Auffangraumes
Schadhafte Wand- und Boden-
beschichtung eines Auffangraumes
 

Abgerissene Rohrverbindung
Abgerissene Rohrverbindung

Wartungs- und Sichtkontrollen

Besonders anfällig für Schäden sind die vielen nicht wiederkehrend prüfpflichtigen Heizölbehälter mit einem Volumen unter 10.000 Liter, die seit zum Teil vielen Jahrzehnten in Kellerräumen von Gebäuden ihr Dasein fristen.

Feuchte Keller führen dazu, dass Stahltanks,  Rohrleitungen, Leckanzeiger, Füllstandanzeiger und metallene Halterungen korrodieren. Ehemals flüssigkeitsdichte Anstriche des Auffangraumes lösen sich auf, so dass austretendes Heizöl ungehindert durch das Fundament in den Boden und schließlich in das Grundwasser gelangen kann.

Bei diesen Anlagen sind die Betreiber verpflichtet, regelmäßig Sichtkontrollen und gegebenefalls Wartungsarbeiten durchzuführen. Sollte ein Betreiber nicht selber hierzu in der Lage sein, wird empfohlen, einen anerkannten Fachbetrieb oder eine anerkannte Sachverständigenorganisation heranzuziehen.

Korrosionen am Heizölbehälter und Lagerung von Materialen
Korrosionen am Heizöltank und
unerlaubte Lagerung diverser Materialien
 

Zugebauter Behälter
Behälter ist nicht kontrollierbar zugebaut

Flüssigkeitsdichter Lagerraum

Tätigkeiten, welche die Sicherheit der Anlage betreffen, sollten von einem Fachbetrieb durchgeführt werden. Vor Inbetriebnahme sowie nach einer wesentlichen Änderung ist eine Prüfung der Anlage durch eine Sachverständigenorganisation vorgeschrieben.

Aufgeschwommene Heizöltanks
Aufgeschwommene Heizöltanks durch eingedrungenes
Wasser in einem Kellerraum (Fotos: Umweltschutzamt)

Zu einem ordnungsgemäßen Betrieb einer Heizölanlage nach den anerkannten Regeln der Technik gehört auch, dass der Lagerraum flüssigkeitsdicht hergestellt und nicht mit anderen Gegenständen vollgestellt ist, damit das gesamte Auffangvolumen stets zur Verfügung steht. Die Anlagen sind frei einsehbar und zugänglich zu halten und die Behälter müssen vor Umkippen oder Aufschwimmen gesichert sein.

Für alle im Boden befindlichen Behälter sowie oberirdischen Anlagen mit mehr als 10.000 Liter Fassungsvermögen sind bestimmte Fristen für Prüfungen einzuhalten, die von anerkannten Sachverständigenorganisationen durchzuführen sind.

Kontakt

Sollten Sie Fragen zu diesem Thema haben, wenden Sie sich gerne an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der

Landeshauptstadt Kiel
Umweltschutzamt
Sachbereich Anlagensicherheit und Gewässerschutz
Holstenstraße 108
24103 Kiel
Telefon 0431 / 901-3779
E-Mail  claudia.ermlich@kiel.de