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Kieler Schulen auf dem energetischen Prüfstand

Um möglichst umfassend Energie an Schulen einzusparen, hat die Landeshauptstadt Kiel im Rahmen eines geförderten Klimaschutz-Teilkonzeptes eine energetische Untersuchung an 21 ausgewählten Schulen durchgeführt.

Dafür ist im September 2012 ein Ingenieurbüro beauftragt worden, das die Strom-, Wasser- und Wärme-Verbräuche der Schulen mit den jeweiligen baulichen Gegebenheiten abgleicht, um eine Prioritätenliste der energetisch optimierten Sanierungsmaßnahmen zu erstellen.

Ein umfassendes Projekt

Ausschnitt Grundriss der Hardenbergschule 1906
Ausschnitt aus dem Grundriss der Hardenbergschule von 1906

Zunächst erhielt das Ingenieurbüro einen ersten Eindruck von den Schulen, mit Hilfe der zuständigen Bauunterhalter der städtischen Immobilienwirtschaft und den jeweiligen Hausmeistern. Anschließend bekam das Büro die Verbrauchsdaten der letzten sieben Jahre, Lagepläne und weit über 200 Architekturzeichnungen ausgehändigt, die teilweise aus dem 19. Jahrhundert stammen.

Das Büro hat die Aufgabe, die Pläne zu sichten und zu berechnen, wie sehr durch eine energetische Optimierung der Gebäude die Verbräuche gesenkt werden können.

Aufgrund der Pläne und der Angaben, welche Sanierungen bereits vorgenommen wurden, kann ein theoretischer Verbrauchswert errechnet werden. Dieser wird mit den tatsächlichen Verbräuchen, aber auch mit deutschlandweiten Durchschnitts- und SOLL-Verbräuchen abgeglichen.

Diese Daten können aus der Verbrauchskennwertetabelle, die von der Ages GmbH in Münster herausgegeben wurde, entnommen werden. In der Ages-Tabelle sind die Verbrauchsdaten von 25.000 Nicht-Wohngebäuden der Bundesrepublik Deutschland erfasst worden. Deren Auswertungen können nun als Vergleichswerte für unsere Liegenschaften heran gezogen werden.

Präzise Aussagen erarbeiten

Inzwischen inspizierte das Ingenieurbüro die 50 zu untersuchenden Gebäude in den ausgewählten Schulen genauer. Dabei ging es darum, aus den Plänen entnommene, vermutete energetische Schwachstellen in den Gebäuden vor Ort zu untersuchen.
Die Immobilienwirtschaft hat in den vergangenen Jahren viele Schulen saniert und Verbesserungen vorgenommen, die nun auch mit erfasst werden mussten.

Mit der Übergabe fängt die eigentliche Arbeit an

Logo Klimaschutzstadt Kiel

Voraussichtlich wird das Projekt im August 2013 endgültig abgeschlossen sein. Dann wird die Immobilienwirtschaft einzelne Berichte für jede der Schulen erhalten haben.

In diesen wird nicht nur der derzeitige Zustand der untersuchten Gebäude dargestellt, sondern auch die möglichen energetischen Sanierungsmöglichkeiten mit ihren jeweiligen Kosten und Amortisationszeiten aufgeführt.

Gemeinsam mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Ingenieurbüros werden die verantwortlichen Teams der Immobilienwirtschaft eine Prioritätenliste erarbeiten, bei der es nicht nur nach der Dringlichkeit, sondern auch nach der Rentabilität der Sanierungen geht. Es werden kurz-, mittel- und langfristige Pläne über alle betrachteten Schulen erarbeitet, um damit den steigenden Energiekosten sinnvoll entgegen zu wirken.

Die herausgearbeiteten Punkte werden anschließend von der Immobilienwirtschaft nach Möglichkeit abgearbeitet. Vor allem wenn in Gebäuden Sanierungen anstehen, können energetische Schwachstellen gezielt beseitigt werden.

Kontakt

Für weitere Information, Fragen und Anregungen steht Ihnen Ihre Ansprechpartnerin für das Klimaschutz-Teilkonzept gerne zur Verfügung:

Kerstin Mausolf (B. Ing.)

Landeshauptstadt Kiel
Immobilienwirtschaft
Stabsstelle Energiemanagement
Telefon 0431 / 901-3592
E-Mail Kerstin.Mausolf@kiel.de

Projektförderung

Zuwendungsgeber: 
Die Maßnahme der Landeshauptstadt Kiel wird gefördert durch die Bundesrepublik Deutschland, Zuwendungsgeber ist das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Projektpartner: PTJ Jülich - Forschungszentrum Jülich GmbH
Förderkennzeichen: 03KS2216 60.5 BMU Teilkonz
Kosten: 87.917 Euro
Zuwendungssumme: 43.959 Euro
Förderanteil: 50 Prozent
Laufzeit: September 2012 - August 2013

www.kilimaschutz.de
www.bmu-klimaschutzinitiative.de
www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen

 

  


Logos des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit sowie der Nationalen Klimaschutzinitiative