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Islandpony

Islandpferd
Islandpferd

Pony oder Pferd? Vielleicht beides: Das Islandpony ist mit einer Höhe von nur 1,40 Me-tern längst nicht so groß wie andere Pferde. Aber es gilt als sehr robust, ausdauernd und kann mühelos auch einen erwachsenen Reiter tragen. Die Vorzüge dieser gutmütigen Rasse wurden in Deutschland erst vor etwa 50 Jahren - nicht zuletzt durch die Filmreihe „Immenhof“ - entdeckt. Die Geschichte des Islandpferdes aber reicht wesentlich weiter zurück.

Vor gut tausend Jahren wurde es auf Island das erste Mal erwähnt. Auf der unwirtlichen Insel dienten Islandponys den Wikingern als Lastenträger. Und dazu eigneten sie sich perfekt: Ihr kräftiger Körperbau, die üppige Mähne und das sehr lange und dichte Winterfell schienen für die harten isländischen Witterungsbedingungen wie geschaffen.

Heute gelten Islandponys als gutmütige Familienrösser, die gleichwohl zu erstaunlichen Leistungen - etwa beim sportlichen Einsatz - fähig sind. Und noch etwas macht diese ursprüngliche Rasse so besonders: Neben den drei Grundgangarten Schritt, Trab und Galopp beherrschen Islandpferde genau wie ehemals das Urpferd auch den so genannten Tölt und Rennpass. Dabei ist die Spezialgangart Tölt für den Reiter besonders angenehm, denn im Gegensatz zu Trab und Galopp hat Tölt keine Schwebephase. Die Folge: Der Reiter sitzt fast erschütterungslos auf einem locker schwingenden Rücken. Der für das Pferd sehr anstrengende Rennpass dagegen wird mit Flugphase geritten. Die schnellsten Isländer erreichen dabei eine Geschwindigkeit von Tempo 45.

Ihre Robustheit und in der Regel gute Gesundheit beschert den Islandponys auch ein lan-ges Leben - sie werden nicht selten über 25 Jahre alt. Da die Hengste inmitten der Herde im Natursprung decken und die Fohlen auf der Weide zur Welt kommen, lernen die Pferde vom ersten Tag an ein einwandfreies Sozialverhalten. Das spiegelt sich später auch im Umgang mit den Menschen wider. Die vielfältigen Eigenschaften des Islandponys werden unterdessen auch in der Fellgebung deutlich: Fast alle Farben, die ein Pferd haben kann, tauchen bei dieser Rasse auf.

Den harten klimatischen Bedingungen wie auf Island sind die vier Tiere in den Kieler Gehegen nicht ausgesetzt. Aber immerhin: Wird auch der Kieler Winter einmal besonders stramm, dann sind sie zumindest gewappnet.

Islandpferde finden Sie temporär im Tiergehege Hammer, im Sommer im Tiergehege Tannenberg.

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