Landeshauptstadt Kiel Kiel.Sailing.City

Fußwegeachsen & Kinderwege

Netzkonzeption

In die Entwicklung bzw. die Netzkonzeption der Fußwegeachsen und Kinderwege werden verschiedene Aspekte einbezogen:

  • Vernetzung von Wohngebieten und Stadtteilen auf durchgehenden und möglichst attraktiven Wegen.
  • Berücksichtigung von Nutzungen wie Schulen, Bus- und Bahnhaltestellen, Supermärkten, Kindertagesstätten und Kindergärten, Sporthallen und Spielplätzen sowie andere von Besuchern hochfrequentierten Ziele. 
  • Abgleich mit weiteren Netzen wie z. B. Joggingrouten oder Wanderwegen sowie Velorouten.
  • Integration der Kinderwege nach erfolgter Kinderbeteiligung. 

Weil nicht alle Wege uneingeschränkt und zu jeder Zeit für alle Fußgänger nutzbar sind, wird zwischen Allzeit- und Freizeitwegen unterschieden. Zusätzlich werden Kinderwege in das Netz einbezogen. Aus der Kombination von Allzeit- und Freizeitwegen ergibt sich für den akuell bearbeiteten Teil des Stadtgebietes ein Netz von rund 78 km Länge, das die Nutzer je nach Ziel, Jahreszeit, Zeitbudget und Kondition beliebig zum Joggen, Wandern, Spazierengehen oder für Alltagswege nutzen können.

Allzeitwege

Beispiel Allzeitweg
Beispiel Allzeitweg

Das Netz der Allzeitwege verbindet die wesentlichen Quell- und Zielorte des Fußverkehrs. Es soll sicher begehbar und zu jeder Tages- und Jahreszeit nutzbar sein. Die Allzeitwege sollten durchgehend barrierefrei ausgeführt sein.

Wo sich eine vollständige Barrierefreiheit aufgrund von topografischen Gegebenheiten mit Treppenanlagen oder baulichen unveränderlichen Engstellen nicht herstellen lässt, sollten adäquate Alternativstrecken angeboten werden.

Barrierefreiheit ist hierbei auch als ein Prozess zu verstehen, deren vollständige Umsetzung nur langfristig realisiert werden kann. Die einzelnen qualitativen Anforderungen der Allzeitwege sind in den Standards für Fußwege dargestellt. 
 

Freizeitwege

Beispiel für Freizeitweg in Mettenhof
Beispiel für Freizeitweg in Mettenhof

Freizeitwege sind in der Regel Verbindungen und Alternativrouten durch Naherholungsgebiete oder Grünflächen, die nicht in allen Situationen barrierefrei ausgebaut sein müssen. Es gibt aber gerade in dichter bebauten Bereichen der Stadt auch Freizeitwege, die entlang von Straßen geführt werden.

Die Freizeitnutzung ist hier eher touristisch geprägt, daher sollte dort ein barrierefreier Ausbau angestrebt werden, um eine Nutzung auch für mobilitätseingeschränkte Nutzer zu erreichen. In den Außengebieten, gerade auf Feld- oder Waldwegen ist ein barrierefreier Ausbau dagegen nicht erforderlich, auch um den natürlichen Charakter dieser Wege zu erhalten.

Kinderwege

Beispiel für breiten Kinderweg
Beispiel für breiten Kinderweg

Die Kinderwege wurden anhand der Auswertungen aus der Kinderbefragung „Ein Wegetagebuch für Kinder“ ausgewählt, die an vielen Grundschulen durchgeführt wurde. Es handelt sich hier um Wege, die häufig von Kindern sowohl auf dem Schulweg als auch in der Freizeit genutzt werden. Hier gelten grundsätzlich die qualitativen Ansprüche der Allzeitwege.

Darüber hinaus sollen hier bei einigen Standards zusätzliche Ansprüche realisiert werden, wie etwa Breitenzuschläge, Elemente zum Spielen oder Querungsanlagen in kürzeren Abständen.