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Straßenbeleuchtung

Straßenbeleuchtungen leisten einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit und Ordnung.
Der Straßenbaulastträger muss eine möglichst gefahrenfreie Nutzung von öffentlichen Plätzen gewährleisten, auch um seiner Verkehrssicherungspflicht zu genügen.

Brücke bei Dunkelheit mit einer Straßenlaterne

Entsprechende Regelwerke und Empfehlungen sagen, dass innerorts öffentliche Verkehrsflächen generell ausreichend beleuchtet sein müssen.

Verkehrsanlagen und Verkehrszeichen,
aber auch die Verkehrsteilnehmerinnen
und -teilnehmer sollen gut erkennbar sein; 
vor allem Fußgängerinnen und Fußgänger.
 
 

Was sind die rechtlichen Grundlagen?

Die Verkehrssicherungspflicht ist abgeleitet aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch, §823: Schadensersatz. Sie bezieht sich nach der aktuellen Rechtsprechung vor allem auf Gefahrenstellen.

Eine gesetzliche Bestimmung gibt es für Fußgängerüberwege (Zebrastreifen).
Hier greifen

  • vor allem die Straßenverkehrsordnung (StVO), § 45 Abs. 5, S. 1 und 2, sowie
  • die Richtlinien des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen für Anlagen und Ausstattung von Fußgängerüberwegen (R-FGÜ 2001) und
  • die DIN 67523 - Beleuchtung von Fußgängerüberwegen (Zeichen 293 StVO) mit Zusatzbeleuchtung.

Wer kümmert sich in Kiel um den Betrieb der Straßenbeleuchtung?

Der Betrieb der Straßenbeleuchtung in der Landeshauptstadt Kiel wurde nach einem öffentlichen Ausschreibungsverfahren im Jahr 2007 an die swb Beleuchtung GmbH (swb) für 20 Jahre vergeben.

Jahresberichte informieren jeweils über den aktuellen Sachstand und sind mit einer umfassenden Statistik hinterlegt. Als Geschäftliche Mitteilung werden diese Berichte regelmäßig den politischen Gremien zur Verfügung gestellt und sind somit öffentlich.

Maßgebliche Bestandteile des Vertrags mit der swb:

  • Straßenbeleuchtungsanlagen auf öffentlichen Straßen, Wege, Plätzen und Grünanlagen der Landeshauptstadt Kiel
  • Neubau, Umbau, Rückbau, Instandhaltung und Betrieb von Straßenbeleuchtungsanlage
  • Straßenbeleuchtungsanlagen bestehend aus Leuchten, Trägersysteme (zum Beispiel Masten), Kabelnetz und Einspeisepunkt
  • Kieler Standard als Mindestbeleuchtung entsprechend den Regeln der Technik
  • Leistungsverzeichnis für Neubau, Umbau und Rückbau von Straßenbeleuchtungsanlagen
  • 2007 bis 2011: Programm zur Effizienzsteigerung, mit dem Tausch von ca. 13.000 der 20.500 Leuchten
  • 2012 bis 2017: Umstellung von Freileitungsanlagen auf Erdkabel.

Wie wird die Beleuchtung von Straßen, Wegen und Plätzen geplant?

Beleuchtete Straße bei Nacht

Vor Baubeginn stimmen sich die beteiligten städtischen Ämter miteinander ab. In der Planungsphase werden auch die Belange der Stadtplanung und des Umweltschutzes ermittelt.

In engem Kontakt mit dem Tiefbauamt plant dann swb die ökologisch verträglichen und energiesparenden Beleuchtungen.
 

Kostenbeteiligung

Bei Ausbaumaßnahmen, die nach den Vorschriften des Kommunalabgabengesetzes des Landes Schleswig-Holstein (KAG) beitragsfähig sind, ist die Landeshauptstadt Kiel verpflichtet, die Eigentümerinnen und Eigentümer beziehungsweise Erbbauberechtigten entsprechender Straßen zu Ausbaubeiträgen heranzuziehen.

Die Veranlagung richtet sich nach §8 KAG (Beiträge) und nach der
städtischen Ausbaubeitragssatzung. Alle Betroffenen werden im Rahmen der Planung, also vor Baubeginn informiert. Federführend für die beitragsrechtliche Veranlagung ist das Stadtplanungsamt.

Was ist der Kieler Standard?

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Im Beleuchtungsvertrag mit der swb ist eine Mindestbeleuchtung (Kieler Standard) entsprechend den Regeln der Technik festgeschrieben worden. Bei Neubau und Erneuerung muss die swb diesen Standard einhalten.

Daher ist es nicht ausgeschlossen, dass bei Erneuerung oder Umbau einer bestehenden Straßenbeleuchtungsanlage die Anzahl der Lichtpunkte sich ändert. In der Regel werden mehr Lichtpunkte gesetzt.

Welche Maßnahmen werden umgesetzt?

Grundlage für den Ausbau der Beleuchtung ist das "Jahresprogramm zur Erweiterung der Straßenbeleuchtung". Es enthält eine Prioritätenliste, die regelmäßig fortgeschrieben wird.

Die jüngste Fortschreibung hat der Bauausschuss am 3. März 2016 beschlossen - Drucksache 0117/2016. Jeweils vor einer Beschlussfassung werden die Ortsbeiräte um Prüfung gebeten, ob in ihren Bereichen zusätzliche Erweiterungen erforderlich sind.

Darüber hinaus wird bei allen laufenden Straßenbaumaßnahmen auch die Straßenbeleuchtung überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Was passiert in Grünanlagen?

In Grünanlagen werden besondere Anforderungen an Natur und Landschaft gestellt, die teilweise einer Beleuchtung entgegenstehen. Andererseits führen auch Fuß- und Radverbindungen durch Grünanlagen, die für das Kieler Konzept kurzer, sicherer und umweltschonender Wege wichtig sind. Hier geht es darum, eine Balance zwischen Nutzung und Naturschutz zu finden.

Planung, Installation und Instandhaltung der Beleuchtung in Grünanlagen ist ebenfalls Sache von swb. Im Rahmen der Unterhaltung und der Grünpflege schneiden die Pflegekolonnen des Grünflächenamtes regelmäßig die Pflanzen zurück, auch um die Grünanlagen transparent zu halten und Angsträume zu vermeiden. Eingewachsene Beleuchtungsanlagen werden freigeschnitten, um eine ausreichende Beleuchtung sicherzustellen.

Was ist das Lichtkonzept Innenstadt?

Hochhaus mit einer Straße bei Dunkelheit

Das Lichtkonzept Innenstadt ist die Grundlage für alle städtischen lichttechnischen Planungen in der Stadtmitte.

Private lichttechnische Projekte mit Auswirkungen auf den öffentlichen Raum sollen auf freiwilliger Basis aus dem Lichtkonzept Innenstadt abgeleitet werden. Die Verwaltung bietet dazu eine intensive und dauerhafte Planungsberatung für private und öffentliche Bauherren an.

Die Ratsversammlung hat das Lichtkonzept Innenstadt am 18. November 2010 beschlossen (Drucksache 0662/2010).

Bei Fragen zum Lichtkonzept Innenstadt wenden Sie sich bitte an
Gerald Krysta
Stadtplanungsamt, Stadtgestaltung
Telefon 0431 / 901-2674.

Wie werden Ortsbeiräte und Öffentlichkeit beteiligt?

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Regelmäßig stellen Ortsbeiräte sowie einzelne Kielerinnen und Kieler Forderungen, die Straßenbeleuchtung zu verbessern. Begründet wird dies in der Regel mit der subjektiven Wahrnehmung von dunklen Bereichen, also Angsträumen.

Die Verwaltung prüft dann die betreffenden Bereiche. Sofern dort keine Beleuchtung vorhanden ist beziehungsweise der Kieler Standard nicht erfüllt wird und eine Beleuchtung erforderlich ist, erarbeitet die Verwaltung Verbesserungspläne.

Oft kann bereits Abhilfe geschaffen werden, indem das Grünflächenamt vorhandene, eingewachsene Straßenbeleuchtungen freischneidet.

Bei Störungen von Straßenbeleuchtungen können Sie

 
 
Information bei Baumaßnahmen

Wenn Baumaßnahmen Einschränkungen für Anlieger mit sich bringen, werden die Betroffenen vorher informiert. Dabei werden auch entsprechende Ansprechpartner und Kontaktdaten angegeben. Die Landeshauptstadt Kiel bemüht sich, die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten, bittet aber um Verständnis, dass sich diese nicht immer ganz vermeiden lassen.

 

Informationsveranstaltung zur Straßenbeleuchtung in Kiel 2016

Am Mittwoch, 5.Oktober 2016 fand im neuen Rathaus eine Informationsveranstaltung statt.

Bei dieser Informationsveranstaltung für alle Ortsbeiräte und interessierten Bürgerinnen und Bürger wurde der aktuelle Stand in der Straßenbeleuchtung vorgestellt. Der Betriebsführer der Straßenbeleuchtung, die Firma swb, hat zusammen mit dem Fachamt über die Möglichkeiten berichtet.

Die Vorträge können hier eingesehen werden:

Welche Maßnahmen aus dem Vertrag mit swb sind schon umgesetzt?

Programm zur Effizienzsteigerung

Straße bei Dunkelheit mit einer Straßenlaterne

In den Jahren 2007 - 2011 sind in einem ersten Arbeitspaket des Vertrages mit swb rund 13.000 Leuchten der derzeit etwa 20.500 Leuchten in der Landeshauptstadt Kiel ausgetauscht worden.

Das Ziel war hier eine Energieeinsparung von rund 37 Prozent der Leistung bei einer gleichbleibenden Beleuchtungsstärke auf den Verkehrsflächen.

Erreicht wurde dieses Ziel durch moderne Leuchten und Leuchtmittel, die das Licht gezielt durch spezielle Spiegel in den Beleuchtungskörpern auf die Straße lenken.

 
Freileitungen zu Erdkabeln

In den Jahren 2012 - 2017 erfolgt eine Umstellung von Freileitungsanlagen auf Erdkabel. Mit der Geschäftlichen Mitteilung für den Bauausschuss vom 1. September 2011 wurde auf die Umstellung der Freileitungsanlagen auf ein erdverkabeltes Netz explizit hingewiesen (Drucksache 0662/2011).

Ein Teil der Maßnahmen wurde bereits umgesetzt, die übrigen sind in der Vorbereitung. Berücksichtigt werden dabei die 
Kieler Standards
Informationen zu Baumaßnahmen sowie 
ökologische Aspekte.

Aktueller Stand zu Freileitungen in Kiel

Was hat es mit der LED-Beleuchtung auf sich?

Als der Betriebsführungsvertrag mit swb geschlossen wurde, war die rasante Entwicklung der Nutzung der LED als Straßenbeleuchtung noch nicht abzusehen. Die swb hat das vertraglich vereinbarte Programm zur Effizienzsteigerung in den Jahren 2009 - 2011 mit dem Austausch von rund 13.000 Leuchten auch ohne LED-Beleuchtung erfolgreich durchgeführt.

Die Straßenbeleuchtung der Landeshauptstadt Kiel besitzt somit bereits einen hohen Standard. Grundsätzlich ist ein Austausch neuwertiger Straßenbeleuchtung (zum Beispiel mit Natriumdampf-Hochdrucklampen) gegen LED-Beleuchtung nicht wirtschaftlich. Dies berücksichtigt auch die technische Weiterentwicklung der LED-Beleuchtungstechnik mit weltweit steigenden Stückzahlen und reduzierten Preisen.
 

Neue Straßen, neue Lampen

Zukünftig sollen jedoch für neue Anlagen der Straßenbeleuchtung auch LED eingesetzt werden. Die Landeshauptstadt Kiel hat durch Teststrecken mit LED-Straßenbeleuchtung seit mehreren Jahren positive Erfahrungen gesammelt. Die Mehrkosten der Leuchten werden durch die geringeren Energiekosten ausgeglichen. Zudem ist die Lichtwirkung nochmals besser. Zurzeit sind in der Landeshauptstadt Kiel bereits rund 550 LED-Leuchten installiert.
 

Weniger Strom, weniger Lichtsmog

Um die negativen Auswirkungen der Straßenbeleuchtung (zum Beispiel Stromkosten oder Lichtsmog) zu reduzieren, wird in vielen Bereichen in der Zeit von 23 Uhr bis 5 Uhr auf den so geannten Teilnacht-Betrieb umgeschaltet. Dabei leuchtet nur jede zweite Leuchte. Zukünftig werden alle LED-Leuchten von 23 Uhr bis 5 Uhr einheitlich mit reduzierter Leistung betrieben. Dadurch ist die Beleuchtung auch im reduzierten Betrieb sehr viel gleichmäßiger.

Im Jahr 2015 wurde als Teststrecke der neu gebaute Radweg zwischen der B 503 und dem Flughafen Holtenau mit einer LED-Beleuchtung ausgestattet, die nur den Wegebereich ausleuchtet und in der Zeit zwischen 23 Uhr bis 5 Uhr mit reduzierter Leistung betrieben wird. Als nächste Straßenbau-Maßnahme bekommt die Rendsburger Landstraße bei ihrem Umbau ebenfalls eine LED-Beleuchtung.

Dort wo Freileitungsanlagen auf ein erdverkabeltes Netz umgestellt werden, stattet die swb ab dem Jahr 2016 auch diese Wege künftig mit LED-Leuchten aus. Dazu hat die Stadt mit swb den Beleuchtungsvertrag entsprechend angepasst. Ortsbeiräte sowie Bürgerinnen und Bürger hatten dies bereits häufiger gefordert.

Wie werden ökologische Aspekte berücksichtigt?

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Vor Baubeginn stimmen sich die beteiligten städtischen Ämter miteinander ab. In der Planungsphase werden auch die Belange der Stadtplanung und des Umweltschutzes ermittelt. In engem Kontakt mit dem Tiefbauamt plant dann swb die ökologisch verträglichen und energiesparenden Beleuchtungen.

Bei neuen Straßenbeleuchtungsanlagen werden Leuchten installiert, die ein gerichtetes Licht ausstrahlen. So ist eine hohe energetische Effizienz sichergestellt, und die sogenannte Lichtverschmutzung ist geringer ist als bei alten Anlagen.

Schon mit dem 2011 abgeschlossenen Programm zur Effizienzsteigerung wurde eine maßgebliche Energieeinsparung erreicht, wobei die ökologischen Aspekte bei der Stromeinsparung nicht zu vernachlässigen sind. Darüber hinaus verwendet die Landeshauptstadt Kiel für die Straßenbeleuchtung sogenannten Öko-Strom.

Auch in Bezug auf Artenschutz und Fledermaushabitate haben Tiefbauamt und Umweltschutzamt gemeinsam Licht-Planungen angepasst. Zum Beispiel bei Fledermausgebieten an der Uferstraße, in Elmschenhagen und am Heidenberger Teich hat die Stadt Konzepte entwickelt, um die Beeinträchtigungen durch Straßen- und/oder Wegebeleuchtung zu minimieren. Erreicht wird dies durch das zeitweise Ausschalten von betroffenen Leuchten, das Abdimmen zu besonderen Nachtzeiten und in besonderen Bereichen durch die Installation von LED-Leuchten.

Kontakte

Bei Störungen

Bei Störungen von Straßenbeleuchtungen können Sie

Vielen Dank für Ihre Hilfe.
 
 

Bei technischen Fragen

swb Beleuchtung GmbH, Niederlassung Kiel
Dietrichstraße 31, 24143 Kiel

Christian Voss
Telefon 0431 / 99 02 92-10
Fax 0431 / 99 02 92-21
E-Mail christian.voss@swb-gruppe.de

 

Bei Fragen zur Beleuchtungsplanung

Landeshauptstadt Kiel
Tiefbauamt
Bernd Nießner, Sachbereichsleiter Straßenbeleuchtung
Telefon 0431 / 901-4525