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Fachkraft für Abwassertechnik

Die Bewerbungsfrist für den Ausbildungsbeginn am 1. August 2017 ist abgelaufen.


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Klare Sache: Vom Schlamm zum sauberen Wasser

Eine Stadt wie Kiel produziert täglich etliche Hektoliter Abwasser - aus tausenden Toiletten, Duschen und Waschbecken. Diese Abwässer müssen gesammelt, gereinigt und aufbereitet werden. Das ist das Arbeitsfeld der Fachkräfte für Abwassertechnik.
Sie müssen Betriebsabläufe in Kläranlagen und Kanalbetrieben steuern und überwachen sowie Abwasserrohrsysteme warten.

Im Klärwerk Bülk werden die im gesamten Stadtgebiet anfallenden Abwasser aufbereitet. Das Gelände des Klärwerks besteht aus mehreren Becken mit der Größe von Fußballfeldern, die eine Tiefe von fünf bis sechs Metern haben. Hier arbeiten die verschiedensten Fachleute wie Elektroniker/innen, Schlosser/innen, Maschinenbau- und Bauingenieure und -ingenieurinnen Hand in Hand mit den Fachkräften für Abwassertechnik.
Die Fachkräfte für Abwassertechnik sitzen in Leit- und Steuerständen, wo sie im Schichtdienst Messdaten ablesen und bei Normabweichungen sofort eingreifen müssen.
Sie überwachen die Aufbereitung des Wassers in der mechanischen, biologischen und chemischen Stufe. Dabei analysieren sie Abwasser- und Klärschlammproben im Labor und werten sie aus. Außerdem sind sie für die Reinigung und Reparatur der Anlagen zuständig.

Dass alles, was wir so wegspülen, auf Nimmerwiedersehen verschwindet, erscheint uns selbstverständlich. Es ist aber eine der zentralen Dienstleistungen, die unsere Stadt ihren Bewohnerinnen und Bewohnern bietet.
Gleichzeitig ist der schonende Umgang mit dem Rohstoff Wasser eines der großen Zukunftsthemen für Städte und Gemeinden. Dazu gehört auch die Aufbereitung und Weiterbearbeitung von Klärschlamm, unter anderem zur Gewinnung von Dünger und Energie. Fachkraft für Abwassertechnik ist ein Beruf mit Zukunft und einer großen Bedeutung für den Umweltschutz. 
 

Voraussetzungen

  • mindestens Hauptschulabschluss
  • gute Mathe- und Chemienoten
  • Interesse für Umwelt
  • technisches Verständnis
  • Teamfähigkeit
  • körperliche Fitness
  • PC-Kenntnisse


Ausbildungdauer

Drei Jahre
 

Ausbildungsorte

Praxis:
Klärwerk Bülk und (für einige Praktika) Wasserwerk Kiel, Müllverbrennung und HDW
Theorie:
Berufsschulblockunterricht in Neumünster
 

Ausbildungsinhalte

Lernfelder des theoretischen Unterrichts:

  • Planen eines Umweltkonzeptes
  • Umgang mit Mikroorganismen
  • Einsatz von Umweltchemikalien
  • Betrieb von Rohrleitungssystemen
  • Untersuchung von Abwasser- und Abfallinhaltsstoffen
  • Bedienung und Instandhaltung von Maschinen, Einrichtungen und elektrische Anlagen
  • Betrieb von Entwässerungssystemen
  • Mechanische Reinigung von Abwasser
  • Untersuchen sowie biologische und chemische Behandlung von Abwasser und Schlämmen
  • Anschluss elektrischer Geräte
  • Instandhaltung von Entwässerungssystemen, Überwachung von Indirekteinleitern
  • Steuerung und Regelung von Abwasserbehandlungsanlagen

 

Du lernst in der Praxis:

  • wie man Aggregate, vor allem Pumpen, Gebläse, Verdichter und Elektro- und Verbrennungsmotoren sowie Geräte zum Heizen, Kühlen und Temperieren einsetzt und bedient
  • was die Ursachen und Wechselwirkungen von Umweltbelastungen der Luft, des Wassers, des Bodens und der Umgebung sind
  • wie man Gefahrstoffe und gefährliche Arbeitsstoffe erkennt und unter Beachtung der Sicherheitsvorschriften und Schutzmaßnahmen einsetzt
  • wie man Proben nach unterschiedlichen Verfahren nimmt, vorbereitet, konserviert und aufbereitet
  • wie man sich bei Unfällen durch elektrischen Strom verhält und erste Maßnahmen einleitet
  • wie man technische Unterlagen und Pläne liest und Skizzen anfertigt
  • welche Verfahren der mechanischen Abwasserreinigung es gibt, wie man diese Einrichtungen bedient und am Laufen hält
  • wie man Einrichtungen, insbesondere Sonderbau- und Pumpwerke bedient und unterhält
  • wie man Abwasser- und Schlammuntersuchungen zur Betriebs- und Qualitätskontrolle durchführt und Einzel- und Summenparameter sowie Säurekapazität bestimmt
  • wie man Sicherungen, Sensoren, Messeinrichtungen, Beleuchtungsmittel und Signallampen prüft und austauscht
  • wie man Störungen im Kanalbetrieb feststellt und Maßnahmen zur Behebung ergreift und Indirekteinleiter-Kataster anwendet
  • welche Verfahren der chemisch-biologischen Abwasserreinigung man in Kläranlagen einsetzt und wie man Einrichtungen zur Schlammbehandlung bedient
  • wie man Ergebnisse in Betriebstagebüchern und Datenbanken dokumentiert und sichert
  • wie man fachbezogene Rechtsvorschriften und technische Regelwerke anwendet

 

Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung beträgt ab 1. Februar 2017 (brutto)
1. Ausbildungsjahr: 918,26 Euro
2. Ausbildungsjahr: 968,20 Euro
3. Ausbildungsjahr: 1.014,02 Euro
 

Auswahl

Die Bewerberinnen und Bewerber müssen einen schriftlichen Einstellungstest absolvieren. Nach einem erfolgreichen Test werden die Ergebnisse durch Auswahlgespräche und die eingereichten Bewerbungsunterlagen zu einem Gesamtbild ergänzt, das die Grundlage für eine Einstellungsentscheidung bildet.
 

Perspektive nach der Ausbildung

Wer eine leitende Position anstrebt, kann eine Aufstiegsweiterbildung ins Auge fassen. Dies kann eine Weiterbildung als Meister/in oder als Techniker/in sein; ebenso ist eine Weiterbildung als Fachwirt/in möglich.
Darüber hinaus haben Personen mit einer Hochschulzugangsberechtigung die Möglichkeit, ein Studium in Betracht zu ziehen.
 

Selbstständigkeit

Fachkräfte für Abwassertechnik können sich zum Beispiel mit einem Betrieb für Kanal- und Rohrreinigungsservice oder einem Dienstleistungsbetrieb für Kanalinstandhaltung selbstständig machen.

Weitere Informationen unter: berufenet.arbeitsagentur.de

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Nicole Wandel

 
Deine Ansprechpartnerin ist
Nicole Wandel
Telefon 0431 / 901-2241
E-Mail Nicole.Wandel@kiel.de