Landeshauptstadt Kiel Kiel.Sailing.City

Forstwirtin / Forstwirt

Keine Ausschreibung für den Ausbildungsbeginn am 1. August 2017.


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Arbeiten im Wald - mitten in der Großstadt
Forstwirt/in in einer Stadt? Hört sich paradox an, doch ein Blick auf den Stadtplan zeigt: viele Forstgebiete wie das Düsternbrooker Gehölz und das Projensdorfer Gehölz ziehen sich rund um die Förde.

Keine Angst vor Motorsägen, Wildschweinen und körperlicher Arbeit? Wer das Leben in der Stadt liebt, aber gleichzeitig gern draußen in der Natur arbeitet, für den ist diese Ausbildung eine einmalige Gelegenheit. Forstwirt/innen pflegen die Baumbestände der Kieler Wälder, ernten Holz und führen alle Arbeiten aus, die zur Erhaltung und Nutzung des Waldes erforderlich sind. Sie ziehen in Baumschulen einheimisches Laub- und Nadelholz heran, forsten Flächen auf und bekämpfen Schädlinge.
Auch die Hilfe im Jagdbetrieb gehört zu ihren Aufgaben. Sie errichten Hochsitze und Fütterungsbauten, füttern Rehe, Hirsche und Wildschweine und müssen geschossenes Wild bergen, zerlegen und teilweise auch vermarkten.

Hauptsächlich arbeiten Forstwirt/innen bei kommunalen Forstbetrieben und privaten Waldbesitzerinnen und -besitzern. Ihre Anweisungen erhalten sie von Förster/innen und Waldbesitzer/innen. Sie führen ihre Tätigkeiten selbstständig in meist kleinen Teams von mindestens drei Personen aus.

Jahreszeit und Lebensrhythmus der Bäume bestimmen den Alltag der Forstwirt/innen. Von der "Kulturzeit“ im Frühling, wenn sie Pflanzen anlegen und den Boden bearbeiten, über das "Verschulen“, also Umpflanzen junger Bäume, bis schließlich zur Holzernte. So schützen sie den Wald als Lebens- und Erholungsraum und schaffen in der Stadt eine wichtige Möglichkeit, im Alltag kurz auszusteigen und Natur zu erleben. Davon profitieren nicht zuletzt die kleinsten Kielerinnen und Kieler in den Waldkindergärten.
  

Voraussetzungen

  • mindestens guter Hauptschulabschluss
  • starke körperliche Belastbarkeit
  • Wetterfestigkeit
  • Teamfähigkeit
  • keine Pollenallergie jeglicher Art

 
 
Ausbildungdauer

Drei Jahre
 

Ausbildungsorte
Praxis:
Die Praxis wird im Forstgebiet der Landeshauptstadt Kiel vermittelt
Theorie:
Der Blockunterricht Theorie wird an der Lehranstalt für Forstwirtschaft in Bad Segeberg vermittelt Ergänzend gibt es in Verbindung mit dem Berufsschulunterricht betriebsübergreifende ausbildungsspezifische Lehrgänge, z.B. Motorsägenlehrgänge
 

Ausbildungsinhalte

  • Erhalten von Umwelt, Natur und Landschaft
  • Begründen und Verjüngen von Waldbeständen
  • Schützen von Waldbeständen
  • Durchforstung von Waldbeständen
  • Pflegen von Kulturen und Jungbeständen
  • Werkstattbetrieb und Forsttechnik
  • Verwenden von Forsterzeugnissen
  • Vorbereiten und Pflegen von Waldstandorten
  • Mensch und Arbeit
  • Ästen von Waldbäumen
  • Ernten von Waldbäumen
  • Vermessen und Sortieren von Rohholz
  • Bringen und Lagern des Holzes

 

Sie lernen in der Praxis

  • welche heimischen Wildarten es gibt und wie diese sich verhalten
  • welche verschiedenen Holzernteverfahren es gibt und wie man Bäume mit der Motorsäge fällt
  • wie man Maschinen zur Holzernte, Holzrückung und Entrindung bedient
  • welche vorbeugenden Maßnahmen zum Schutz von Böden, Beständen und Produkten man ergreifen kann
  • wie man Holz nach Sortiervorschriften sortiert
  • wie das Ernten von Holz und anderen Forsterzeugnissen qualitätsorientiert sowie bestands- und bodenschonend durchgeführt wird
  • wie man Forstschädlinge bekämpft und Nützlinge fördert
  • wie Waldbrände zu verhüten und zu bekämpfen sind
  • wie man Abfälle vermeiden kann, wie sie entsorgt werden und welche Möglichkeiten des Recyclings es gibt
  • welche Standortansprüche Bäume und Sträucher haben
  • wie man Saat- und Pflanzgut beurteilt und behandelt
  • wie man Verjüngungs- und Kulturflächen vorbereitet
  • wie jagdbetriebliche Einrichtungen hergestellt, gepflegt und instand gehalten werden
  • wie Schutz- und Erholungseinrichtungen errichtet und gepflegt werden
  • welche Holzmessverfahren es gibt und wie Rohholz vermessen wird
  • wie Holz gelagert wird und wie man es schützen und konservieren kann
  • wie man Hecken, Freiflächen und Feuchtbiotope anlegt und pflegt sowie Fließgewässer pflegt
  • worauf es beim Ästen ankommt
  • wie Jungbestände gepflegt werden

 

Ausbildungsvergütung
Die Ausbildungsvergütung beträgt ab 1. Februar 2017 (brutto)
1. Ausbildungsjahr: 918,26 Euro
2. Ausbildungsjahr: 968,20 Euro
3. Ausbildungsjahr: 1.014,02 Euro
 

Auswahl
Die Bewerberinnen und Bewerber absolvieren zunächst einen mathematischen und einen praktischen Test. Nach einer erfolgreichen Testteilnahme werden die Ergebnisse durch ein Vorstellungsgespräch und die eingereichten Bewerbungsunterlagen zu einem Gesamtbild ergänzt, das die Grundlage für die Einstellungsentscheidung bildet.
 

Perspektive nach der Ausbildung
Nach ihrer Ausbildung müssen sich die Fachkräfte meist entscheiden, welche Einsatzgebiete für sie in Frage kommen und worauf sie sich spezialisieren möchten. Das Spektrum reicht von Wildhege über den Bau von Waldwegen bis hin zu Maßnahmen der Landschaftspflege, Holzernte oder Waldbegründung.
Personen mit Hochschulzugangsberechtigung können ein Studium in Erwägung ziehen.

Weitere Informationen unter: berufenet.arbeitsagentur.de

Noch Fragen?

Kai Schlotfeldt

 
Dein Ansprechpartner ist
Kai Schlotfeldt
Telefon 0431 / 901-2278
E-Mail Schlotfeldt@kiel.de