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Frauen in der rechtsextremen Szene

Neonazi-Aufmärsche oder die Gewalttaten von terroristischen Vereinigungen werden breit in der Öffentlichkeit diskutiert. 

Rechtsextremismus lebt aber insbesondere auch von der alltäglichen Verbreitung dieses Gedankenguts.

Die meisten Rechtsextremen Schleswig-Holsteins sind Anhängerinnen und Anhänger völkisch-nationalistischer Ideen sowie traditionalistischer Geschlechterrollen.

Folgerichtig wird die rechtsextreme Szene (nicht nur) in Schleswig-Holstein häufig als Männerdomäne wahrgenommen.

Neonazis auf dem Weg in die Mitte - Frauen in der rechtsextremen Szene

Frauen agieren zumeist im Hintergrund, haben hier aber wichtige Positionen inne.

Ganz traditionell hat die Frau in der rechtsextremen Szene ihre Rolle als umsorgende Frau und Mutter. 

In der Gesellschaft übernimmt sie verschiedenste Aufgaben beziehungsweise Positionen, sei es als Erzieherin, als Lokalpolitikerin, als Liedermacherin oder Mutter im Elternbeirat.

In diesen jeweiligen Funktionen versuchen sie ihre Ideologie für die gesellschaftliche Mitte anschlussfähig zu machen.

So treten sie beispielsweise vermehrt und massiv als vermeintliche Vorkämperferinnen gegen sexuellen Missbrauch auf.

Aber auch militante und gewaltbereite Frauen sind in der rechtsextremen Szene aktiv. Dies macht deutlich, dass in der Rechtsextremismusprävention ein geschlechterreflektierter Umgang notwendig ist.