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Die Schwentinemündung

Noch bevor die großen Werften auf dem Kieler Ostufer entstanden, kündeten die rauchenden Schlote der Mühlen an der Schwentinemündung vom Beginn der Industrialisierung. Die idyllische Uferlandschaft sollte sich mit dem Wachstum der Stadt zu einem der wichtigsten Industriestandorte Kiels entwickeln.

Alexander Nay,
Alexander Nay, "Neumühlen, am Ausflusse der Schwentine", 1859

1876 errichtete Georg Howaldt auf dem Nordufer, am Hang des ehemaligen Ballastberges, eine Werft zum Bau von Eisenschiffen. Die Howaldtsche Metallgießerei von 1884 ist das älteste Kieler Industriedenkmal und letztes Zeugnis der langen Schiffbautradition an der Schwentine bis zur Schließung des HDW-Werkes Dietrichsdorf im Jahre 1983. Am Südufer, in unmittelbarer Nähe des im Jahre 1904 für die Ellerbeker Fischer neu errichteten Hafens, baute die kleine Werft Stocks & Kolbe Küstenfahrzeuge für die ganze Welt, von Mozambique bis Uruguay. Unmittelbar daneben lag das Betriebsgelände der Reederei A.C. Hansen, Betreiber der »Blauen Linie« zwischen Neumühlen und Kiel. 1938 entstand auf diesen Flächen die Torpedowerkstatt der Kriegsmarinewerft. Heute befinden sich hier der Seefischmarkt und das IFM-GEOMAR, Leibniz-Institut für Meereswissenschaften an der Universität Kiel. Maritime Wissenschaft steckte auch hinter den Fassaden der ehemaligen Anschütz-Werke, Hersteller des weltberühmten Kreiselkompasses. Häufiger Gast an der Schwentine war Albert Einstein, der hier gemeinsam mit Hermann Anschütz-Kaempfe den Kugelkompass entwickelte. Dieser war vor Einführung der satellitengestützten Navigation Bestandteil jeder Schiffsbrücke.

Franz Korvan,
Franz Korvan, "Schiffswerft Chr. Kolbe, Kiel", 1915

Bildmaterial: Kieler Stadtarchiv, Stadt- und Schifffahrtsmuseum
 
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