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Von der Marineakademie zum Landeshaus

Die Marineakademie im Jahr 1888
Die Marineakademie im Jahr 1888

Als Kiel im Jahre 1871 mit der Gründung des Deutschen Reiches zum Reichskriegshafen erklärt wurde, entstanden an der Förde große Marineeinrichtungen wie die 1888 erbaute Kaiserliche Marineakademie, die heute dem Schleswig-Holsteinischen Landtag als Landeshaus dient.

Die Marineakademie im Jahr 1930, Luftbild
Die Marineakademie im Jahr 1930, Luftbild

Das Landeshaus im Jahr 2007 mit neuem Plenarsaal, Luftbild
Das Landeshaus im Jahr 2007 mit
neuem Plenarsaal, Luftbild

In dem monumentalen Backsteinbau waren bis zum Ersten Weltkrieg die Ausbildungseinrichtungen für Seeoffiziere untergebracht. Damals gehörten der Ausbau der Flotte und die Stärkung Deutschlands zur See zu den vornehmsten Zielen wilhelminischer Politik. Nach dem Kieler Matrosenaufstand 1918 und der Ausrufung der Republik entfernte man viele Zeichen kaiserlicher Prachtentfaltung aus dem Gebäude. Es beherbergte danach die Marinestation Ostsee, die unter nationalsozialistischer Herrschaft von 1935 an wieder im Dienste einer aggressiven Flottenaufrüstung stand.

Erst nach dem Zweiten Weltkrieg und der Gründung des Landes Schleswig-Holstein wurde das Gebäude mit der repräsentativen Fördelage einer zivilen Nutzung zugeführt. Der von Bombenangriffen schwer beschädigte Bau erhielt 1947 bis 1950 eine schlichte moderne Neugestaltung, die dem Sitz der demokratischen Landesregierung gerecht werden sollte. Im Jahr 2005 wurde ein gläserner Plenarsaal angefügt: er vermittelt die Idee von Transparenz und Bürgernähe.

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